Geräumig und schadstofffrei

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Freut sich auf das Arbeiten in freundlicher Umgebung: Rathausmitarbeiterin Natascha Boßmann bezieht ihr neues, schadstofffreies Büro.

Vom Fliesenleger bis zum Dachdecker, vom Statiker bis zum Brandschützer – die Kernsanierung des Niestetaler Rathauses war ein Gemeinschaftsprojekt.

Mehr als 30 Firmen, darunter viele ortsansässige Gewerke, arbeiteten sich durch einen Katalog von Sanierungsmaßnahmen und erneuerten Wände, Decken, Böden, Lüftung, Fahrstuhl und Verglasung sowie die Sanitär- und Elektrobereiche. So gut wie alles, was nicht aus Beton war, wurde aus dem Gebäude entkernt, nur das Kellergeschoss blieb. Die nötig gewordene Schadstoffsanierung aufgrund der im Jahr 2008 festgestellten gesundheitsschädlichen Formaldehydbelastung, konnte nun nach 14 Monaten abgeschlossen werden.

Insgesamt kostete die Rathaussanierung 3,6 Millionen Euro, ein zusätzlicher Anbau kostete 2,6 Millionen Euro, die Landes- und Bundeszuschüsse betrugen 235 000 Euro. Ein Anbau mit 1000 Quadratmeter zusätzlicher Bürofläche beseitigt bisherige Platzprobleme und holt lange ausgelagerte Bereiche wieder ins Rathaus zurück. „Die Entscheidung, auf lange Sicht hin zu bauen, ermöglicht uns einen Raum-Puffer für die Zukunft“, bemerkt Gemeindesprecher Dennis Bachmann. So bekomme zukünftig auch die Sozialstation mit dem Seniorenbeauftragten Gunter von Raedern ein Büro im Rathaus. Auch hätten sich früher fünf Kollegen ein Büro teilen müssen, heute seien es nur noch zwei.

Gesundes Arbeiten in angenehmem Raumklima

„Im alten Bau war es dunkel, beige und grün und nun ist es hell, weiß und grau“, freut sich Natascha Boßmann, Stellvertretende Kämmereileiterin, über ein jetzt schadstofffreies Büro mit angenehmem Raumklima. Mit 54 weiteren Kollegen hat sie seit Monatsbeginn die neuen Räume bezogen. Nicht nur geräumiger und heller sei der Neubau, „es wurde auch streng darauf geachtet, dass alle Materialien mit Umweltzertifikaten versehen sind“, betont Bachmann. Das Rathaus „wurde im Passivhausstandard saniert“, ergänzt er. „Es gibt 30 Zentimeter dicke Außendämmung, eine Dreifachverglasung und eine intelligente Lüftungstechnik, die die Raumluftqualität erkennt und selbstständig die Lüftung reguliert. Die Sitzungsräume sind klimatisiert, die restlichen werden nur be- und entlüftet.“

Auf dem sanierten Altbaugebäude befindet sich zudem eine Photovoltaikanlage, die in diesen Tagen in Betrieb geht. Ein Teil des damit erzeugten Stroms versorgt die hauseigene Notstromversorgungsanlage. Überschüssige Energie wird ins örtliche Stromnetz eingespeist. (pmb)

Sanierung des Rathauses Niestetal

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