Früherer Kaufunger Hausarzt Dr. Günter Haackert feiert morgen seinen 100. Geburtstag

Nie geraucht und getrunken

Liebt die Natur: Günter Haackert genießt täglich ein Sonnenbad auf dem Gelände des DRK-Altenheimes in Kaufungen und kümmert sich um die Vögel. Foto und Repro: Uminski

Kaufungen. „Mein Leben war bunt“, sagt Dr. Günter Haackert, der morgen seinen 100. Geburtstag feiert. Das Rezept für sein langes Leben ist für den ehemaligen Allgemeinarzt ganz klar: „Ich habe weder geraucht noch getrunken.“ Nur ein Mal, beim Richtfest seines Einfamilienhauses, war der Rentner etwas beschwipst. Von seinem Leben als Arzt schwärmt Günter Haackert auch heute noch in den höchsten Tönen: „Es ist ein wunderbarer Beruf.“

Haackert war in seinem Leben immer sehr sportlich - Rudern, Dauerlauf, Skilaufen, Segeln und Reiten. Vor allem ausgiebige Sparziergänge in der Natur liebte der Kaufunger. Seit einem schweren Sturz vor einem Jahr, genießt der Rentner täglich ein Sonnenbad in seinem Rollstuhl auf dem Gelände des DRK-Altenheimes in Kaufungen, in dem er seit sechs Jahren lebt.

Geboren wurde Günter Haackert als einziger Sohn von Erna und Karl Haackert in Schwerin. „Meinen Vater habe ich nie kennengelernt, weil er während des Krieges gestorben ist als ich fünf Monate alt war.“ Seine Mutter zog mit ihrem Sohn nach Berlin. Für den damals jungen Mann gab es nur einen Berufswusch.

„Als Sanitätsoffizier konnte ich mein Interesse für Biologie und die Arbeit als Soldat vereinbaren“, betont der 100-Jährige. Zwei Weltkriege haben das Leben von Günter Haackert geprägt. Im Zweiten Weltkrieg diente der gebürtige Schweriner als Oberstabsarzt in Prag und in Thessaloniki. Seine Frau Anemarie lernte er in einem Prager Krankenhaus kennen, in dem sie als Stationsärztin arbeitete. Am 15. März 1945 heiratete das junge Paar.

1946 eröffnete Haackert zusammen mit seiner Frau die Niederkaufunger Arztpraxis zunächst am Inselweg. Später zog das Ärzteehepaar mit ihrer Praxis in die Leipziger Straße 228.

1983 gaben Günter Haackert und seine Frau Anemarie die Praxis ab und machten eine Weltreise. „Am Schönsten war es in der Südsee“, schwelgt der Rentner in Erinnerungen. Menschen helfen und forschen standen für den Jubilar immer im Mittelpunkt, und so gründete er mit seiner Frau die Haackert-Stiftung zur Förderung der Pränatalen Medizin. Den 100. Geburtstag feiert er im Kreise seiner Familie, Verwandten, Bekannten und Kollegen im Altenheim.

von Johanna Uminski

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