Langfristige Verkehrsplanung in Lohfelden – Hauptstraße soll attraktiver werden – Tram wieder im Blick

Geschäftsleute sollen mit ins Boot

Nicht sehr attraktiv: Die Hauptstraße in Lohfelden soll als Einkaufsmeile besser zur Geltung gebracht werden. Dazu soll es einen städtebaulichen Wettbewerb geben. Allerdings müssen sich nach den Vorstellungen der Gemeinde die Geschäftsleute mit einbringen. Archivfoto: ppw

Lohfelden. Wird die Hauptstraße umgestaltet? Kann ein „Mini-Kreisverkehr“ den unübersichtlichen Knoten Ochshäuser Dorfstraße /Hauptstraße entschärfen? Steht eine Teilaufpflasterung des Triftweges bevor? Der jetzt von der Gemeindevertretung einstimmig verabschiedete Verkehrsentwicklungsplan wirft viele Fragen auf.

Die Neuauflage des noch aus dem Jahr 1993 stammenden Konzeptes enthält einen Katalog von 25 Einzelprojekten, die von der Kasseler Planungsgruppe Nord (PGN) mit Beteiligung der Bürger erarbeitet wurden.

Für die Umgestaltung der Einkaufsmeile in der Hauptstraße schlagen die Planer einen städtebaulichen Wettbewerb vor. Voraussetzung für das umfangreiche Face-Lifting sei allerdings die Mitwirkungsbereitschaft der Geschäftsleute. Die CDU sorgte mit einem Änderungsantrag dafür, dass Prioritäten gesetzt werden: Immer vor Etatberatungen muss der Gemeindevorstand Detailvorschläge zu aktuellen Verkehrsmaßnahmen machen. Auf der Liste ganz oben steht der Anschluss an das Straßenbahnnetz. In Lohfelden wird in diesem Punkt jedoch mit keiner schnellen Entscheidung gerechnet. „Es kommen gewichtige Dinge auf uns zu“, sagte Bürgermeister Michael Reuter (SPD). Die PGN habe den augenblicklichen Stand aufgezeigt. Jetzt müsse sich die Gemeinde unter anderem der Thematik an der Einmündung der Ochshäuser Dorfstraße stellen. Die Planer empfehlen an dieser Stelle zur Entflechtung eine überfahrbare Mittelinsel. Außerdem sollen zwei weitere Fußgängerüberwege angelegt werden.

Dem Dialogsystem im Triftweg ist offenkundig keine längere Zukunft beschieden. Vorgeschlagen werden andere Maßnahmen der Verkehrsberuhigung wie Einengungen der Fahrbahn oder Aufpflasterungen. Auf Widerstände der Anwohner dürfte der Plan für die Abschaffung des Gehwegparkens in Teilen der Crumbacher Straße stoßen. Für Vollmarshausen schlägt die Planungsgruppe Fußgängerüberwege im Bereich Kaufunger Straße vor. Auf breite Zustimmung der Bürger dürften die nochmalige Verbesserung von vier Bushaltestellen und die Maßnahmen zugunsten der Radfahrer stoßen. NÄCHSTE SEITE

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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