Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte präsentiert verschiedene Reinigungshilfen

Heimatmuseum Hessenstube zeigt Geschichte des Wäschewaschens

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Komfortabel: Waschmaschine von Miele, darüber eine Miele-Wäschewringe.

Baunatal. Heute kennt man es nur noch als Instrument, das Waschbrett. Mit Fingerhüten gespielt, kommt es bei Skiffle und Dixieland zum Einsatz. Karl Klaus vom Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege Baunatal weist bei seiner Führung durch die Hessenstube auf die Reinigungshilfen im Wandel der Zeit hin.

„Der Vorläufer der Waschmaschine war das Waschbrett. Die nasse Wäsche wurde auf seiner Oberfläche sauber gerubbelt“, berichtet er.

Im Jahr 1767 entwickelte der Regensburger Theologe Jacob Christian Schäffern die erste Rührflügelmaschine, 1858 erfand Hamilton Smirt die Trommelwaschmaschine. Vollautomatisch arbeitende Waschmaschinen kamen 1946 in Amerika und ab 1951 in Deutschland auf den Markt.

Technik der Buttermaschine

Klassiker mit Wellenmuster: Waschbrett und Wanne im Dachgeschoss der Altenritter Hessenstube.

Die Miele-Waschmaschine in der Hessenstube wird bereits durch einen Elektromotor angetrieben. Danach wurde mit der darüber angebrachten Wäschewringe, die ebenfalls aus dem Hause Miele stammt, das Wasser aus der nassen Wäsche gepresst. Das Unternehmen wurde 1899 von Carl Miele und Reinhard Zinkann im Kreis Gütersloh gegründet. Zunächst wurden Milchzentrifugen, ein Jahr später Buttermaschinen hergestellt. Auf deren Technik basierten auch die ersten Waschmaschinen, die Miele ebenfalls ab 1900 entwickelte.

Stadtmuseum Baunatal, Mühlenweg 4, und Heimatmuseum Hessenstube, Ritter Straße 1, Altenritte, sonntags 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/499 21 37, Infos: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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