Geschichts-AG vor dem Aus

Lokalhistorikern in Heckershausen fehlen Räume

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Gut organisiert: Elli Schomberg (von links), Ingrid Weinbrenner, Siegrid Schefer, Annemarie Preuschoff, Erwin Ullrich, Manfred Schröder und Horst Rühl gestaltenden einen gelungenen Dorflebeabend.

Ahnatal. Der Heckershäuser Dorflebeabend sollte ein heiterer und geschichtsträchtiger Abend werden. Doch am Ende des zweieinhalbstündigen Programmes mit Sketchen, Anekdoten, Kindheitserinnerungen und Informationen zu historischen Gebäuden in Heckershausen klang es nach einem endgültigen Abschied.

„Der Geschichtsarbeitskreis Spurensicherung Heckershausen steht vor dem Aus“, stellte Organisator Manfred Schröder klar. Seit 1993 warte man auf Räumlichkeiten, in denen man die Historische Sammlung unterbringen könne. Statt eine Lösung zu erhalten, habe man einen weiteren Raum abgeben müssen. 3500 Exponate drängten sich auf einem Fleck – die Arbeit sei unmöglich. „Deshalb können wir heute leider keine historischen Exponate präsentieren“, erklärte Schröder.

Dabei sei der Arbeitskreis gewillt, die Arbeit fortzuführen. Allerdings wolle man sich nicht weiter von der Gemeinde vorführen lassen. Deshalb warb Schröder bei den Besuchern um Hilfe. „Sprechen Sie Gemeindevertreter an und unterstützen Sie uns“, appellierte er. Dass die Geschichtsarbeit seitens der Ahnataler Bürger großen Zuspruch erfuhr, zeigte sich bei dem Dorflebeabend. Mit dem Schulchor der Grundschule Heckershausen füllten 220 Besucher den Bürgersaal bis auf den letzten Platz. Nach musikalischen Darbietungen des Chores präsentierte Ingrid Weinbrenner ihr neues Buch „Alte Häuser und Höfe in Heckershausen“, an dem sie zehn Jahre lang gearbeitet hatte. „Wer seine Herkunft nicht kennt, der weiß nicht, wohin er geht“, erklärte Weinbrenner und schuf damit ein Sinnbild zur Arbeit der Spurensicherung. (ptk)

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