Umbau des Hauses der Vereine

Geschichts- und Museumsverein Fuldatal zieht um

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Erst ausräumen, dann einräumen: Eberhard Molkenthin (von links), Rainer Herffurth und Gerd Lange vom Geschichts- und Museumsverein (GuM) Fuldatal in dem Raum, den die Bundespolizei für ein Jahr dem Heimatmuseum in Simmershausen als Zwischenlager zur Verfügung stellt.

Fuldatal. Rainer Herffurth ist ganz in seinem Element. Beim Ausräumen des Depots des Heimatmuseums in Simmershausen schaut er sich ein Tonbandgerät und ein Filmvorführgerät aus den 1960er-Jahren näher an. Das Heimatmuseum zieht vom Dachgeschoss in den Keller.

Zwischendurch filmt das Mitglied des Geschichts- und Museumsvereins (GuM) Fuldatal auch noch selbst, denn er arbeitet an einem Videofilm über das Fuldataler Heimatmuseum.

Im Rahmen der Sanierung des Hauses der Vereine in Simmershausen, für die knapp 1,7 Millionen Euro veranschlagt sind, wird das Heimatmuseum vom Dachgeschoss in die Kellerräume ziehen. Damit diese hergerichtet werden können, muss das Museumsdepot aus dem Keller zunächst in ein Zwischenquartier ziehen.

„Da die Arbeiten bald beginnen sollen, müssen wir unser Lager bis Mai räumen“, sagt Volker Luckhard, Vorsitzender des GuM, während er weitere Umzugskartons packt. Neben Günter Heckmann und Norbert Würz hilft auch Gerd Lange mit.

„Ich bin mit der Enkelin des Museumsgründers Franz E. Rössner verheiratet“, erzählt er. Für die Zwischenlagerung der Exponate hat das Vereinsmitglied Karl Ulrich Schlaudraff, Erster Polizeihauptkommissar im Ruhestand, einen sicheren, hellen und trockenen Raum auf dem Gelände der Bundespolizei in Ihringshausen organisiert, der zuvor als Bekleidungskammer diente. „Die Verwaltung hat uns gestattet, dass wir die Sachen aus dem Depot dort für ein Jahr kostenlos einlagern“, berichtet der zweite Vorsitzende, Eberhard Molkenthin.

Offen während Bauphase

Zusätzlich haben die Vereinsmitglieder den Simmershäuser Landwirt Herbert Rühl gewinnen können, der mit seinem Traktor und zwei Anhängern den Transport von sperrigen Gegenständen von Simmershausen nach Ihringshausen übernimmt.

Besonders froh ist Volker Luckhard darüber, dass so viele Vereinsmitglieder zupacken. „Nächstes Jahr in den Sommerferien soll dann alles fertig sein“, berichtet er. Das Museum im Dachgeschoss bleibt auch in der Bauphase zunächst weiter geöffnet.

Das Heimatmuseum Fuldatal in der Teichstraße 8 in Simmershausen hat jeden ersten Dienstag im Monat von 17 bis 19 Uhr und jeden zweiten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung mit dem Museumsleiter Willy Pötter, Tel. 05607/7069, geöffnet. Infos im Internet: www.gum-fuldatal.de

Hintergrund: Heimatmuseum in Fuldatal

Als Museum von Bürgern für Bürger wurde das Heimatmuseum 1974 im Rahmen der 900-Jahr-Feier von Simmershausen auf Betreiben des Lehrers Franz E. Rössner in der Kasseler Straße eröffnet. 1983 zog das Museum in die ehemalige Simmershäuser Schule, das heutige Haus der Vereine und künftige Haus der Begegnung, um.

Ab 1994 wurde es durch den 1993 gegründeten „Arbeitskreis Heimatmuseum Fuldatal“ geöffnet, seit 2005 wird das Museum nun bereits von dem Geschichts- und Museumsverein (GuM) betreut. Im Rahmen der Renovierung des Hauses wird das Heimatmuseum vom Dachgeschoss in das etwas größere Kellergeschoss umziehen. (pbw)

Von Bettina Wienecke

Fotos: Lager des Heimatmuseums in Simmershausen zieht um

Lager des Heimatmuseums in Simmershausen zieht um

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