Nach Vorwürfen klärendes Gespräch im Rathaus

Geschichtskreis macht weiter – Raumproblem wurde nicht gelöst

Besuch in der alten Schmiede Thielemann: Horst Kleinschmidt (von links) zeigte den Schülern Lara und Lucien, wie der Hammer beim Schmieden richtig gehalten wird. Archivfoto: Brosche / nh

Ahnatal. Nach den Querelen der vergangenen Wochen um die passenden Räume für die Exponate des Geschichtsarbeitskreises Spurensicherung Heckershausen gab es jetzt ein klärendes Gespräch mit dem Ahnataler Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU).

Noch vor einer Woche stand der Arbeitskreis kurz vor dem Aus. Grund: Es fehlt an Platz für die Exponate. Nun wird es für die Lokalhistoriker in Heckershausen, zumindest vorerst, weitergehen. Eine konkrete Lösung für das Raumproblem des Arbeitskreises konnte in dem Gespräch allerdings nicht gefunden werden. „Kurz- und mittelfristig werden keine weiteren Räume zur Verfügung stehen“, sagte Aufenanger. Beide Parteien einigten sich aber darauf, im nächsten halben Jahr ein Konzept zu entwickeln, wie man die jetzigen Räume am besten nutzen kann.

Seit 1993 warte man darauf, die historische Sammlung geeignet unterbringen zu können, sagte Manfred Schröder, Organisator des Arbeitskreises. Seitdem habe sich kaum etwas getan.

Zuletzt hatte sich der Wunsch zerschlagen, das ehemalige Feuerwehrhaus in Heckershausen als Domizil zu nutzen. Die Gemeinde hatte sich dazu entschlossen, die Immobilie zu verkaufen, um damit Haushaltslöcher zu stopfen.

Zurzeit ist der Arbeitskreis in zwei Räumen des Gemeindezentrums Heckershausen untergebracht. Einen der Räume teilt er sich freiwillig mit dem Heckershäuser Kindergarten. 3500 Exponate drängten sich auf einem Fleck - die Arbeit sei unmöglich. Deshalb werde die Hauptarbeit mit den Exponaten auch weiterhin ruhen, erklärte Schröder.

Auflösen werde sich der Arbeitskreis im nächsten halben Jahr trotzdem nicht. Die Arbeit mit Schulen und die kostenlosen Führungen durch die alte Schmiede Thielemann gehen weiter. Auch die Schriften zur Heimat werden fortgesetzt. Das Gespräch verlief nach Ansicht Schröders eher zäh. Erst am Ende wurde es harmonischer. „Dafür ist in den letzten drei Jahren einfach zu viel passiert.“ Trotzdem habe man die meisten Unstimmigkeiten klären können.

Im kommenden Sommer soll es dann das nächste Treffen mit dem Bürgermeister geben, um gemeinsam Bilanz zu ziehen.

Von Nina Thöne

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