Warten auf endgültige Museums-Entscheidung - Geschichtskreise arbeiten aber weiter

Geschichtsverein: Arbeit ruht vorerst

Enttäuscht: Vereinsvorsitzender Rolf Mantel. Archivfoto: Kisling

Ahnatal. Der Geschichts- und Heimatverein Ahnatal (GHA) hat während seiner Jahreshauptversammlung am Montagabend seine Ankündigungen wahr gemacht, die Geschichtsarbeit ruhen zu lassen, sollte das geplante Geschichtsmuseum abgelehnt werden.

Warten auf Beschluss

Bei 26 Ja-, drei Neinstimmen und zwei Enthaltungen wurde ein Antrag des geschäftsführenden Vorstandes angenommen. Dieser besagt, dass die Arbeit so lange ruht, bis die neu gewählte Gemeindevertretung einen endgültigen Beschluss über die künftige Verwendung des Feuerwehrgerätehauses Heckershausen gefasst hat.

„Wir respektieren die Beschlüsse, sehen derzeit aber keine vernünftigen Ansätze in unserer Arbeit“, erklärte der Vorsitzende des GHA, Rolf Mantel. Die Geschichtsarbeitskreise Heckershausen und Weimar werden hingegen ihre Arbeiten fortführen.

Mit der Entscheidung brachte der GHA seinen Unmut zum Ausdruck. Gleichzeitig aber distanzierte er sich von den ursprünglichen Ankündigungen. So wollte der Vorstand zurücktreten und sollte der neu gegründete Verein infrage gestellt werden, wenn die Gemeindevertretung es ablehnt, das Heckershäuser Feuerwehrhaus dem Verein zu überlassen. Bei der momentanen Pattsituation im Parlament gebe es schließlich weiterhin die Hoffnung auf eine zukünftige Nutzungsmöglichkeit des Hauses.

Walter Humburg, Schriftführer des Vereins und ehemaliger Gemeindevertreter, stellte klar, dass man dennoch nicht so tun könne, als sei nichts geschehen. Man habe schließlich alle Forderungen erfüllt und ein Konzept erstellt, das jedoch nur die SPD- und die LWG-Fraktion zur näheren Beratschlagung angenommen hätten.

Arbeit ist das Ziel

Bürgermeister Michael Aufenanger appellierte derweil an das übergeordnete Ziel des Vereins, die Arbeit der Arbeitskreise in Zukunft im GHA zusammenfließen zu lassen und versicherte die Unterstützung der Gemeinde. Während der Vorstand die Zukunft des Vereins mit einer Entscheidung über das Feuerwehrgerätehaus verbunden sieht, trugen viele Mitglieder den Gedanken Aufenangers fort. „Der Verein ist doch nicht nur für ein Museum da, die Arbeit ist das Ziel“, meinte Winfried Ebert.

Richtungsweisend sei die endgültige Entscheidung über das Gebäude in Heckershausen trotzdem, hieß es während der Versammlung am Montagabend. (ptk)

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