Romane, Erinnerungen, Eindrücke: Lesung lockte viele Besucher in die Haferbachhalle

Geschriebenes im Lossetal

Autoren, die sich mit Kaufungen intensiv befasst haben: Sie schrieben Romane, Erinnerungen aus der Kindheit und Eindrücke auf. Foto:  Grigoriadou

Kaufungen. „Die unterschiedlichen Sichtweisen auf Kaufungen sind interessant“, sagt Reinhard Böth. Seit über 40 Jahren lebt er schon in der Lossetalgemeinde und war neugierig auf die Lesung in der Haferbachhalle.

Kirsten Alers, Initiatorin des Projektes 52 Wochen Kaufungen, freut sich über 80 Zuhörer. „Mit unserer Veranstaltung schließt sich das Fest zum 1000-jährigen Bestehen“, sagt sie. Gemeinsam mit der Gemeinde Kaufungen und dem Verlag Wortwechsel rief sie die Veranstaltung ins Leben.

Das einzige schriftliche Zeugnis, was aus dem Jahr 1011 existiere, sei eine Urkunde, in der Kaiser Heinrich III mit Unterschrift und Siegel die Leibeigene Willicuma mit all ihren Kindern an das Kloster Hersfeld verschenkte, sagt Alers. „Weitere schriftliche Zeugnisse über erfreulichere Ereignisse existieren leider nicht aus dem Jahr 1011“, bedauert sie.

Tausend Jahre später gibt es Kirchenbücher, Zeitungen, Tagebücher und noch ein besonderes Zeugnis: 52 Menschen, die unter anderem aus Kaufungen kommen, dokumentierten das Jubiläumsjahr. „Man konnte berichten, erfinden, Geschichten und Gedichte schreiben Krimis und Märchen in Kaufungen spielen lassen“, zählt Alers. Kurzromane, Gedichte, selbst erlebte Abenteuer aus der Kindheit und Eindrücke wurden vorgelesen. Zu den Autoren des Abends gehörten Steffen Andreae, Nicole Ohm-Hansen, Arnim Ross, Lina Schöne, Almut Weingart, Helmut Wetzel, Nora Wetzel, und Marianne Wolf aus Kaufungen, Edith Speck (Niestetal), Renate Hillig (Helsa) Friedhelm Marciniak (Fuldabrück) Heiko Schimmelpfeng (Kassel), Erika Wiemer (Hofgeismar) und Marcus Imbsweiler (Heidelberg).

Ein Buch mit den gesammelten Texten wird es nicht geben.

„Aber im Rathaus gibt es eine Mappe mit allen Gechichten“, sagt Alers.

Von Anthoula Grigoriadou

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