Helsa errichtete am Kindergarten „Lossespatzen“ Anbau zur Betreuung von zehn Kleinkindern

Geschützter Raum und doch offen

Ein starkes Team: Unser Bild zeigt (von links) Angelika Hantscher (Referat für Kinder und Jugend der Awo), Mutter Karina Bartram mit Tochter Karlotta (2), die Leiterin der Tagesstätte Andrea Fricke, Bauamtsleiter Volker Witzel, die Helsaer Vize-Bürgermeisterin Ute Wolfram-Liese, Rosalie (2), Bürgermeister Tilo Küthe, Herbert Leidenfrost (stellvertretender Geschäftsführer der Awo Nordhessen) und Erzieherin Christin Beutekamp mit Phil Fernando (12 Monate) und Wiebke (18 Monate). Foto:  Grigoriadou

Helsa. Der kleine Phil Fernando (12 Monate) ist ganz vernarrt in seine neue Freundin Wiebke (18 Monate). Seit Anfang August besuchen die beiden Kleinen den Awo-Kindergarten „Lossespatzen“ in Helsa.

Denn seit diesem Monat hat jedes Kind mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Tagespflege, fasst Bürgermeister Tilo Küthe kurz zusammen.

Die Gemeinde hat eigens dafür Platz geschaffen. Die Bau- und Planungskosten des 100 Quadratmeter großen Anbaus am Kindergarten Lossespatzen beliefen sich auf 240 000 Euro.

Baubeginn war im April

Dazu kamen 30 000 Euro für die Ausstattung der Räume und des Außenbereichs, sagt Bauamtsleiter Volker Witzel. „Das ist viel Geld wenn man bedenkt, dass die Gemeinde Helsa dieses Jahr nur 480 000 Euro investieren kann“, sagt der Bürgermeister. Das Land gab einen Zuschuss in Höhe von 150 000 Euro.

Die Planung begann bereits im Dezember 2012. Baubeginn war im April diesen Jahres. „Pünktlich zum ersten August waren Innenräume und der Außenbereich fertig“, sagt Witzel.

Nun müssen nur noch Kleinigkeiten erledigt werden. „Nicht nur die Bauplanung war eine Herausforderung“, sagt Andrea Fricke, Leiterin der Lossespatzen. „Wir haben zwei Fachkräfte im U3-Bereich geschult, denn die jüngeren Kinder haben ganz andere Bedürfnisse als die älteren.“

Die Ausstattung, der Spielplatz, Schlaf- und Wickelräume und das Vernetzen des bestehenden Teams in neue Strukturen stellten große Veränderungen dar. „Wir haben keine schnelle Notlösung geschaffen. Baulich sowie pädagogisch ist dieses Konzept gut durchdacht.“

Wie geht man mit so jungen Kindern um? Welche Bedürfnisse haben sie? Wie schafft man geschützte, aber dennoch offene Räume draußen? Diese Fragen beschäftigten das Team der Lossespatzen. „Nun, da alles fertig ist, sammeln wir Erfahrungen“, sagt Leiterin Fricke.

Andere Bedürfnisse

Franziska Kramer gehört zu dem Betreuungsteam der Jüngsten. „Es ist eine Umstellung für uns“, sagt die Erzieherin.

„Wir arbeiten viel individueller, schauen genauer hin, sind in unseren Bewegungen langsamer und stellen uns auf andere Bedürfnisse ein. Zum Beispiel wollen die Kleinen viel mehr kuscheln.“

Insgesamt zehn U3-Plätze wurden geschaffen. „Und diese Plätze werden auch gebraucht.“

Von Anthoula Grigoriadou

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