Käufer für frühere Kfz-Zulassungsstelle und Freizeitheim Rotte Breite sind in Sicht

Gespräche vor Abschluss

... und die frühere Kraftfahrzeug-Zulassungstelle im Industriegebiet Kassel-Waldau. Archivfoto: Ketteritzsch

KASSEL/NIESTE. Als nahezu unveräußerliche Immobilien ruhten die frühere Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle in Waldau und das ehemalige Freizeitheim Rotte Breite in Nieste bislang wie Blei im Verkaufsregal des Kreises Kassel. Doch nach einigen vergeblichen Versuchen könnte es jetzt klappen, die Gebäude neuen Nutzungen zuzuführen. „Wir befinden uns besonders für die Zulassungsstelle in der Endphase von sehr konkreten Verkaufsverhandlungen“, erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage.

15 Mitarbeiter

Der schmucke Klinkerbau an der Richard-Roosen-Straße im Industriepark Waldau hatte mit dem Zusammenschluss der Zulassungsstellen von Stadt und Kreis 2003 seine Funktion verloren. In den 18 Büros auf gut 6700 Quadratmetern arbeiten heute die etwa 15 Mitarbeiter der Revisionsabteilung des Landkreises.

Bisher waren laut Kühlborn mehrere Interessenten abgesprungen, doch jetzt werde mit einem Investor verhandelt, der in Waldau „etwas sehr Sinnvolles“ machen wolle, erklärte Kühlborn. Genauer wollte er sich noch nicht äußern. Er rechnet damit, dass der Kaufvertrag innerhalb der nächsten acht Wochen unter Dach und Fach sein wird. Die Kreismitarbeiter könnten innerhalb kurzer Zeit an neue Arbeitsstellen umziehen.

Auch für das frühere Freizeitheim Rotte Breite zwischen Oberkaufungen und Nieste zeichnet sich laut Kühlborn eine Lösung ab. Gemeinsam mit der Gemeinde Nieste und dem Zweckverband Naturpark Meißner - Kaufunger Wald entwickelt der Kreis derzeit ein Modell, das eine dreifache Nutzung der Gebäude vorsieht.

Geprüft werde, ob hier eine Außenstelle des Naturparks eingerichtet werden kann, die bei der touristischen Vermarktung helfen soll. Die Besucher der nahen Ausflugsgaststätte Königsalm sollen dort über die Schönheiten und Angebote des Parkes informiert werden.

Zudem könnte dort die sehr erfolgreich agierende Wanderschule Nieste ihren naturnahen Standort finden. Und es könnten Übernachtungsmöglichkeiten für Wandergruppen geschaffen werden.

Für diese bevorzugte Nutzung des Gebäude-Ensembles mit seinen 36 Schlafplätzen, Seminar- und Tagungsräumen und einem Wohngebäude würden jetzt Fördermöglichkeiten geprüft, erklärte Kühlborn. Er rechnet damit, dass bis zum Frühjahr nächsten Jahres eine Lösung gefunden wird.

Im Freizeitheim Rotte Breite hatten bis zur Schließung Ende 2011 jährlich zahlreiche Kinder und Jugendliche erholsame Tage in der Natur verbracht. Verhandlungen mit zwei Interessenten, das Heim für 350 000 Euro zu verkaufen, waren gescheitert.

Von Thomas Stier

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