Gesundes Fundament: Raiffeisenbank Baunatal erwirtschaftet 91 Millionen Euro

Bleibt als eigenständige regionale Bank erhalten: Die Raiffeisenbank Baunatal, hier die Hauptstelle am Baunataler Marktplatz. Insgesamt gibt es 16 Filialen zwischen Schauenburg und Helsa. Foto: Kühling

91 Millionen Euro erwirtschaftete Eigenmittel - das ist die Grundlage für eine weitere Eigenständigkeit der Raiffeisenbank Baunatal.

Das Geldinstitut bleibt mit 16 Filialen und 127 Beschäftigten zwischen Schauenburg und Helsa in der Region verankert.

Diese Bilanz zog Vorstandschef Claus-Rüdiger Bauer jetzt während der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank in Baunatal.

Gleichwohl macht Bauer im Gespräch mit der HNA deutlich, dass das Unternehmen zu kämpfen habe. Der demografische Wandel wirke sich in den Randgebieten aus. Sprich: Die Kunden der Bank werden immer älter oder sterben einfach.

„Zu spüren ist der Wandel nicht in Baunatal, Schauenburg und Lohfelden, aber in Söhrewald, Helsa und Nieste beispielsweise“, erläutert Bauer. Die Bank spreche mit einer Geschäftsoffensive ganz gezielt jüngere Menschen an. Die Beratung werde abgestimmt auf die jeweilige Lebensphase.

Probleme bereitet der Raiffeisenbank Baunatal zudem weiterhin das niedrige Zinsniveau. Trotz des geringeren Ertrages habe das Institut der Bundesbank eine entsprechende Ertragsfähigkeit bis 2019 nachweisen können, erläutert Bauer. Selbst wenn es kurzfristig an einer Stelle Engpässe gebe, die Bank könne auf überdurchschnittlich hohe Vorsorgereserven von 37 Millionen Euro zurückgreifen. „Damit ist die Basis nach wie vor gut, dass die Bank selbstständig bleibt.“

Weitere Herausforderungen sieht der Vorstand in einer immer stärker werdenen Bürokratie durch Bund und Europäische Union sowie der Digitalisierung des Bankengeschäftes. International agierende Internetanbieter wie Paypal, Amazon und Google zögen Zahlungsvorgänge von regionalen Banken weg, so Bauer.

Dividende 

Etwas geringer fiel die Dividende 2014 auf Geschäftsguthaben aus. Lag sie 2013 noch bei sechs Prozent, schüttet die Bank diesmal 4,5 Prozent aus.

Bilanzsumme 

Bei einer Bilanzsumme von 583 Millionen Euro (ein Plus von 6,6 Prozent) erwirtschaftete der Betrieb einen Jahresüberschuss vor Steuern von 5,7 Millionen Euro.

Wertschöpfung 

Die Genossenschaftsbank verzeichnete eine Wertschöpfung für die Region von 11,5 Millionen Euro - genauso viel wie im Vorjahr. Die Summe setzt sich zusammen aus der Dividende, Steuerzahlungen sowie Löhnen, Leistungen und Aufträgen.

An Vereine 

Die Bank schüttete im Vorjahr 225.000 Euro für Vereine und Verbände aus. Unter anderem unterstützte das Unternehmen auch wieder die HNA-Aktion Kinder für Nordhessen. 35.000 Euro seien für einen Ehrenamtspreis zur Förderung ehrenamtlicher Arbeit bereitgestellt worden.

Die Raiffeisenbank Baunatal hat 18.468 Mitglieder. Als Nachfolger von Claus-Rüdiger Bauer an der Spitze wird Michael Hohmann gehandelt. Der 55-Jährige aus Calden ist seit 2003 im Vorstand. Am 23. Juli entscheidet der Aufsichtsrat.

Bezahlen kontaktlos

Ab Anfang August gibt die Raiffeisenbank Baunatal 35.000 neue VR-Bank-Cards aus. Neuerung: Mit der Karte können Kunden künftig kontaktlos bezahlen. Möglich macht dies ein integrierter NFC-Chip (Near Field Communication). Damit können Kunden Beträge an entsprechenden Terminals bis 25 Euro ohne die Eingabe einer PIN-Nummer begleichen. Es handele sich um ein Pilotprojekt der Raiffeisenbank Baunatal, der Volksbank Göttingen sowie der Kasseler Bank, erläutert Vorstandschef Claus-Rüdiger Bauer. „150.000 Kunden in der Region werden ausgestattet.“ Kontaktloses Bezahlen soll zunächst in allen Märkten von Edeka-Hessenring sowie bei 150 Einzelhändlern möglich sein.

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