Gewalt geht zurück

Gewalt von und an Jugendlichen ist auch im Landkreis Kassel ein brisantes Thema. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Projekte des Jugendamtes und des Jugendbildungswerkes zur Gewaltprävention, die jetzt auf einer Fachtagung in Kassel vorgestellt und diskutiert wurden. HNA-Mitarbeiterin Janet Hahn sprach mit der Verantwortlichen für das Thema Gewaltprävention im Jugendamt des Landkreises, Veronica King, über Jugendgewalt.

Wie präsent ist Gewalt von und an Jugendlichen im Landkreis Kassel?

Veronica King: Gewalt an jungen Menschen durch junge Menschen ist im Landkreis leider alltäglich. Wir unterscheiden uns da nicht von den anderen Regionen in Hessen.

Allerdings lässt sich durch die intensive Beschäftigung von Schulen, der Polizei und der Ortsjugendarbeiten feststellen, dass Gewalt unter Jugendlichen nachgelassen hat. Dies belegen auch die Zahlen des Polizeipräsidiums Nordhessen.

Welche Projekte des Jugendamtes und des Jugendbildungswerks zur Gewaltprävention gibt es konkret?

Veronica King: Es gibt eine Vielzahl von einzelnen Projekten. Gewaltprävention ist eine grundlegende Aufgabe des Jugendamtes und des Jugendbildungswerks sowie der Schulsozialarbeit und der Jugendangebote in den Kommunen. Das Jugendbildungswerk führt regelmäßig Seminare zur Streitschlichtung auf dem Sensenstein durch.

Auch die Ausbildung von Fahrzeugbegleitern an den Schulen spielt eine wichtige Rolle. Wichtig sind Kursangebote, die das Selbstbewusstsein der Jugendlichen stärken. Diese regelmäßigen Angebote sind nachhaltiger als einzelne Gewaltpräventionsprojekte.

Wie zufrieden sind Sie mit der Zusammenarbeit der einzelnen Projekte?

Veronica King: Die Zusammenarbeit läuft bereits gut. Allerdings können wir die Vernetzung der einzelnen Akteure noch verbessern.

Der Koordinierungskreis ist ein Ergebnis des Fachtages „Gemeinsam gegen Gewalt“. Wozu dient er?

Veronica King: Der Fachtag war dazu da, dem Koordinationskreis Handlungsanleitungen für seine Arbeit zu geben. Die zu bearbeitenden Themenfelder lauten Verbesserung der Kommunikationsstruktur, Fortbildungsangebote für die einzelnen Akteure und eine stärkere Verankerung in der Lokal- und Regionalpolitik. Archivfoto: nh

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