Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt Erweiterung der vorhandenen Fläche in Weimar um drei Hektar

Gewerbegebiet: Ausbau als Chance

Geplante Fläche für das Gewerbegebiet: Wo jetzt noch Felder sind, könnte die neue Gewerbefläche entstehen. Foto: Kisling

Ahnatal. Neue Gewerbeflächen auszuweisen, hat im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung eine breite Unterstützung gefunden. Mit vier Ja-Stimmen und einer Enthaltung sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses dafür aus, dass eine Ausweitung des Gewerbegebiets um drei Hektar der Gemeindevertretung empfohlen wird.

Das Parlament solle die Diskussion im Rahmen der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr fortführen. Auf Initiative der SPD-Fraktion soll zudem eine Beteiligung an einem interkommunalen Gewerbegebiet geprüft werden. Von Interesse könnte hierbei das Gewerbegebiet in Calden sein, das durch seine Größe Lagerflächen anbieten könnte, die in Ahnatal nicht zur Verfügung stehen.

Ein SPD-Antrag mit Details zur genauen Planung des möglichen neu entstehenden Gewerbegebietes wurde zurückgezogen und soll wieder aufgegriffen werden, wenn ein Beschluss der Gemeindevertretung vorliegt.

Das deutliche Ergebnis im Ausschuss muss sich unbedingt in der Gemeindevertretung wiederholen. „Die Zustimmung der SPD-Fraktion ist weiterhin offen, da innerparteilich noch kontroverse Diskussionen geführt werden“, stellte SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Schmidt klar.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat sich ebenfalls noch keine einheitliche Meinung gebildet. „Auf der einen Seite reden wir vom Sparen, auf der anderen Seite wollen wir ein neues Gewerbegebiet bauen“, kritisierte Axel Lecke von den Grünen. Zudem wies er auf ein weiteres Problem hin. Werde das Gewerbegebiet wie geplant gebaut, bekomme der Weimarer Schützenverein eventuell Schwierigkeiten mit den großkalibrigen Gewehren, da diese zu laut für direkt angrenzende Bebauung sein könnten.

Bürgermeister Michael Aufenanger wies dies Argument umgehend zurück: „Nach ersten Recherchen liegt keine Beeinträchtigung vor, und man kann Alternativen wie einen Wall in Erwägung ziehen.“

CDU-Fraktionschef Rüdiger Reedwisch betonte, dass keine Gefährdung der Strukturen des Schützenvereins bestehe. Weitere Prüfungen sollen endgültig Klarheit bringen. (ptk)

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