Fraktionen für eine Erweiterung in Weimar – Neue Vorgaben zu Wohnanteil und Kaufpreis im Gespräch

Das Gewerbegebiet ist belegt

Wohnen und arbeiten: Dies ist im Ahnataler Gewerbegebiet ausdrücklich erlaubt. Inzwischen sind die Grundstücke fast alle vergeben. Fotos: Schräer

Ahnatal. Wohnen und arbeiten miteinander zu kombinieren, dies war im Ahnataler Gewerbegebiet möglich. Und führte letztlich zu einem breiten Spektrum an Betrieben und Dienstleistern. Denn inzwischen sind die insgesamt 55 000 Quadratmeter (ca. sieben Fußballfelder) weitgehend verkauft und belegt.

Jetzt sei es an der Zeit, über neue Flächen nachzudenken, meint die CDU-Fraktion. Nur dann könne man weiterhin Gewerbetreibenden aus dem Ort die Möglichkeit geben, ihren Betrieb zu erweitern und im Ort bleiben zu können.

1994 hatte die Gemeinde das Gewerbegebiet an der Kreisstraße nach Fürstenwald im direkten Anschluss an die Wohnbebauung Weimar beschlossen, im Oktober 1995 wurde das erste Grundstück verkauft. Es standen 34 Einzelparzellen zur Verfügung, einige wurden noch unterteilt.

Bis zuletzt wurden die Flächen zu einem Quadratmeterpreis von 34 Euro verkauft. Mit einer Bedingung an die Käufer: Mindestens 51 Prozent der Gebäudefläche mussten gewerblichen Zwecken dienen. Die Modalitäten sollten allerdings geändert werden, meint die SPD im Gemeindeparlament. Und auch die CDU will differenzieren zwischen rein gewerblich genutzten Flächen und jenen, auf denen gewohnt und gearbeitet wird.

In der Diskussion ist nach Vorschlag der Sozialdemokraten, den Anteil der Wohnflächen auf maximal 40 Prozent zu reduzieren. Außerdem soll sich der Kaufpreis für neue Flächen ändern, sofern die Gebäude nicht ausschließlich für Gewerbe genutzt werden.

So sollten für den Wohnungsanteil des Grundstücks 60 Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Immer noch 20 Euro günstiger, als für Baugrund in Ahnataler Wohngebieten zu zahlen ist. Außerdem will die SPD noch eine Sicherung einbauen. So soll der höhere Quadratmeterpreis von der Gemeinde nachgefordert werden können, sollte die gewerbliche Nutzung des Gebäudes enden, Haus und Grundstück nur noch Wohnzwecken dienen.

An der Infotafel am bestehenden Gewerbegebiet ist eine mögliche Erweiterung Richtung Fürstenwald und des Schießstandes des Schützenvereins bereits angedeutet. Noch sei aber offen, wo eine Erweiterung hinkomme, so der Tenor in den Fraktionen. Eine Entscheidung soll Ende des Jahres vorliegen.

HINTERGRUND

Von Michael Schräer

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