im Kreis Göttingen: Keine Fälle in Region

Amt gibt Entwarnung nach Trichinenbefall bei Wildschweinen

Können Träger von gefährlichen Trichinen sein: Wildschweine. Archivfoto: dpa

Kreis Kassel/Göttingen. Erstmals seit Jahrzehnten sind im Landkreis Göttingen Trichinen bei Wildschweinen entdeckt worden. Die Würmer können sich auf Menschen übertragen, wenn diese Fleisch von infizierten Tieren verzehren.

Sie entwickeln dann ein Trichinellose genanntes Krankheitsbild, das unter bestimmten Umständen tödlich verlaufen kann. Für Schlachtschweine und zum Verzehr bestimmte Wildschweine ist die regelmäßige Untersuchung auf Trichinen gesetzlich vorgeschrieben. Die Parasiten wurden in einer Sammelprobe von 18 erlegten Wildschweinen entdeckt, die Ende November in verschiedenen Gebieten des Landkreises Göttingen geschossen wurden. Da nicht zugeordnet werden konnte, welches der Tiere befallen war, wurden auf Anordnung des Veterinäramtes alle 18 Tierkörper beseitigt.

Kreissprecher Harald Kühlborn zufolge sind im Landkreis Kassel seit über 20 Jahren keine Trichinen bei Wildschweinen festgestellt worden.

An einen Fall von Trichinen kann sich auch Jürgen Goldmann nicht erinnern, der seit 1995 Förster des Stifts Kaufungen für das Revier Helsa ist. Dort erlegt er auch Wildschweine, deren Fleisch später zum Verzehr verkauft wird. „Dennoch sind wird uns der Gefahr immer bewusst“, sagt Goldmann. „Deshalb gehen wir bei der Probenahme für die Trichinenuntersuchung immer mit großer Sorgfalt vor.“ Wird ein Wildschwein erlegt, so werden aus dem Zwerchfell und aus dem Vorderlauf des Tieres Fleischproben genommen: Dort kapseln sich die Würmer nämlich in großen Massen in der Muskulatur ein, wenn ein Tier befallen ist. Die Proben, die im Landkreis Kassel von Wildschweinen genommen werden, werden in zwei Laboren des Kreis-Veterinäramtes in Wolfhagen und in Hofgeismar untersucht. (kri/dpa/irh)

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