Sofortprogramm: Kommunen wollen Frostschäden auf Straßen beseitigen

Es gibt 60 Hinweise auf Löcher

Viel kaputt: Auch die Landesstraße zwischen Altenritte und Elgershausen soll in diesem Jahr mit Geld aus einem Sofortprogramm saniert werden. Archivfoto: Kühling

Baunatal/Schauenburg. 100 Millionen Euro will das Land Hessen in einem Sofortprogramm zur Beseitigung von Winterschäden locker machen. Aus dem Topf soll Geld direkt an die Kommunen für Arbeiten auf den örtlichen Straßen fließen. Baunatal bekommt demnach 224 100 Euro, Schauenburg 111 500 Euro.

60 Hinweise auf Schlaglöcher und kaputte Fahrbahnen hat die Stadt Baunatal aus der Bevölkerung gesammelt. Das berichtet Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Die Informationen seien auf einen Aufruf in der HNA im Rathaus eingegangen. Jetzt werde daraus eine Prioritätenliste erstellt, sagt Schaub. Diese werde die Verwaltung dann abarbeiten.

Auf einigen Straßen sind die Baunataler allerdings sofort aktiv geworden, Löcher wurden in der Kasseler Straße, der Bahnhofstraße und der Schulstraße gestopft. Die Kasseler Straße wird laut Bürgermeister in diesem Jahr mit Geld der Stadt noch grundlegend ausgebessert.

Schaub begrüßt zwar grundsätzlich das Sofortprogramm des Landes, er blickt aber kritisch auf das Verfahren. 50 von den 100 Millionen Euro seien sowieso von den Kommunen gekommen, beklagt der Bürgermeister. Das Geld sei als sogenannte Verbundmittel nach Wiesbaden geflossen und käme jetzt zurück.

Ähnlich wie die VW-Städter will die Gemeinde Schauenburg vorgehen. Es gebe ein Straßenkataster in der Verwaltung, sagt Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU). An diese Auflistung der maroden Straßen werde man sich halten.

Mit dem Geld sollen nach Wunsch des Landes tatsächlich nur oberflächliche Straßenschäden beseitigt werden. Eine grundlegende Sanierung sei ausgeschlossen, erläutert Gimmler. Ansonsten hätte sie gern mit dem Geld die Goerdeler Straße in Hoof erneuert. Und so kommen nun Straßen an anderer Stelle an die Reihe, beispielsweise die Obere Straße in Martinhagen. Gimmler: „Es gibt aber noch etliche andere Ecken.“

Die Gemeinde Schauenburg will bei der Beseitigung von Frostschäden auf ein im vergangenen Jahr erprobtes Verfahren setzen. Demnach werde die Fahrbahn nur mit einer wenige Millimeter dünnen Schicht erneuert. „Das hält immerhin sechs bis acht Jahre.“

Von Sven Kühling

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