Nordhessenweiter Ausbau der Breitbandversorgung geplant - Gemeinsame Geschäftsstelle in Hofgeismar

Mit Glasfaser auf Überholspur

Mit Hochgeschwindigkeit: Das nordhessische Glasfasernetz bekommt Konturen. Bei der Umsetzung wollen die nordhessischen Landkreise Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg eng zusammenarbeiten. Koordiniert werden soll das Projekt von Hofgeismar im Kreis Kassel aus. Archivfoto: dpa

Kreis Kassel. Das nordhessische Glasfasernetz bekommt Konturen. Die ersten Verträge zur Planung eines gemeinsamen Hochleistungs-Breitbandnetzes werden derzeit ausgearbeitet.

Die nordhessischen Landkreise Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg würden das Netz bauen und es an einen Partner vermieten.

Zunächst plane man, den Kooperationsvertrag mit den anderen Kreisen festzuzurren, so die Pressesprecherin des Landkreises Kassel, Ute Jäger. In einer der nächsten Kreistagssitzungen solle der Vertrag auf der Tagesordnung stehen.

„Wir wollen eine flächendeckende Versorgung von mindestens 25 Mbit/s in Nordhessen.“

marc Ullrich, Broadband Academy

Die Kreise wollen eine gemeinsame Geschäftsstelle einrichten, in der das Projekt koordiniert wird. Der Standort dieser Zentrale solle voraussichtlich in Hofgeismar sein. „Wir hoffen dafür auf Zuschüsse aus dem Landesprogramm für interkommunale Zusammenarbeit“, erklärt Jäger.

Das Bad Hersfelder Beratungsunternehmen Broadband Academy hat in einer Studie die Machbarkeit des Projekts bestätigt. Derzeit gebe es aber noch zu viele Variablen, um die endgültigen Kosten seriös zu benennen, sagt Marc Ullrich von Broadband Academy.

In der Machbarkeitsstudie hatte die Broadband Academy einen kabelgebundenen Ausbau untersucht. „Wir wollen eine flächendeckende Versorgung von mindestens 25 Mbit/s in Nordhessen“, sagt Ullrich. Die Planung sehe vor, dass eine Infrastrukturgesellschaft gegründet werde, die den Ausbau der Netze vornimmt.

Zusätzliche Dienstleistungen

Weitere Stufen der Wertschöpfung sind der Netzbetrieb und zusätzliche Dienstleistungen. Für diese komme nur ein potenter Partner infrage. Gespräche habe es von lokalen Unternehmen wie der OR-Network, der Netcom bis hin zu Vodafone und Telekom gegeben, sagt Ullrich.

Vorfinanziert würde der Ausbau über ein Landesdarlehen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

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Von Bea Ricken und Damai D. Dewert

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