Glaubt nicht an Weltuntergang: Erich Ratschke hat Maya-Kalender gebaut

Er hat den Maya-Kalender aus Holz nachgebaut: Der Martinhagener Erich Ratschke bewegt das Zählrad, mit dem der Kalender jeweils einen Tag vorgestellt werden kann. Foto: Dilling

Schauenburg. Erich Ratschke steht heute Morgen ganz normal auf und frühstückt in Ruhe mit seiner Frau. Er wird nicht sorgenvoll in den Himmel schauen, ob der sich auftut oder Feuer herabregnen lässt.

„Käse, Quatsch, Unsinn“, sagt der 74-jährige Martinhagener zu dem Medienrummel um die angebliche Prophezeiung des Maya-Kalenders, die Welt werde am 21. Dezember 2012, also heute, untergehen.

Der gelernte Handwerker hat sich in die Zeitrechnung der Maya eingefuchst, wie er sagt. Nicht nur das. Ratschke hat den Kalender sogar aus Holz nachgebaut: Er hat zwei Scheiben von 52 und 80 Zentimeter Umfang ausgesägt und glatt gefeilt. Mit dem kleineren Zählrad kann man den Tag einstellen.

Die Maya seien „mathematische Genies“ gewesen, schwärmt der Rentner. Sie hätten vor tausenden von Jahren schon die Schaltjahre in ihrer Zeitrechnung berücksichtigt. Allerdings sei ihr Kalender nicht mit dem unseren zu vergleichen. Die Mayas rechneten nicht nach Wochen und Monaten, sondern nach Zyklen. So fange ihr Kalender nach 260 Tagen wieder bei Null zu zählen an.

Ob er tatsächlich heute, nach 5200 Jahren, ganz endet, ist wohl Interpretationssache. Allerdings sei schon richtig, dass die Maya düstere Prophezeiungen für das Ende bestimmter Zeitabschnitte abgegeben hätten.

Die seien aber oft gar nicht eingetreten. „Dann haben sie das gefeiert“, sagt Ratschke. Der Rentner würde die Maya-Zeitrechnung gern mal Schulklassen erklären.

Sorgen vor dem Ende muss sich nach Ansicht Ratschkes eher Papst Benedikt machen. Es gebe alte Prophezeiungen, wonach ihm Islamisten nach dem Leben trachteten. Das habe beispielsweise der französische Astrologe Nostradamus (gestorben 1566) vorausgesagt.

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