Trialog der Kulturen: Schüler gestalteten Abend in der Erich-Kästner-Schule

Auf dem Weg zum Glück

Dunkle Zeiten: Die Schüler erinnerten ihr Publikum an jüdische Mitbürger, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Baunatal. Was bedeutet Glück? Ist es Liebe, Familie und funktionierendes Internet? Oder Freundschaft, Glaube und Gesundheit?

Einen Abend lang ging es in der Schule nur um ein Thema: Glück. Dieser Abend gehört zum Projekt Trialog der Kulturen und Religionen der Erich-Kästner-Schule in Baunatal. In den vergangenen Monaten rückten die Schüler dadurch ein Stück näher zusammen.

Näher zusammengebracht

„Wir haben viel über das Christentum, den Islam und das Judentum gelernt“, sagte Daniel Josiah. Gemeinsam mit Angelika Miller und Pascal Dürrbaum begleitete er 150 Gäste von Theaterstücken zu musikalischen Darbietungen, Gedichten und künstlerischen Ausflügen.

Marianne Hartung, die das Projekt von Anfang an leitete, liegt sehr viel daran, dass die Schüler umfassend über die Unterschiede der Religionen informiert werden. Und das zeigte sich in den Programmpunkten. Schwung, aber auch Besinnlichkeit brachten die jungen Sänger des Kinderchores der Jüdischen Gemeinde Kassel. Werke und Fotos von Schülern aus dem neunten und zehnten Jahrgang symolisierten ihr persönliches Glück. Beispielsweise in Form von Farben und Erlebnissen. Sogar eine Fernsehsendung gab es zu sehen. „Studio Baunatal - Interview zum Glück in den Religionen“ war der Titel, der die Gäste beeindruckte.

Dunkle Zeiten

An die dunkle Vergangenheit Deutschlands erinnerten die Schauspieler des Darstellenden Spiels Klasse 9. Nacheinander erzählten sie die Schicksale jüdischer Familien, die in Kassel vor und während des 2. Weltkrieges lebten. „Denn, wer die Vergangenheit nicht kennt, ist verdammt, sie zu wiederholen“, sagte Angelika Miller abschließend.

Von Anthoula Grigoriadou

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