Kinderheim in Namibia kann dank Spenden von HNA-Lesern umgebaut werden

Glück im neuen Haus

Große Familie: 30 Kinder und Jugendliche leben zurzeit im Waisenhaus Omaruru Children´s Haven. Sie sind zwischen einem und 18 Jahren alt. Foto: Stauffenberg/nh

Baunatal/Omaruru. Wenn Andreas Möckel über die Mädchen und Jungen des Kinderheims Omaruru Children´s Haven spricht, nennt er sie liebevoll „seine Kinder“. Seit zwei Jahren leitet der Baunataler das Waisenhaus in Namibia. Eine Zeit, in der sich - auch dank der Spendenbereitschaft der HNA-Leser - vieles zum Positiven verändert hat.

In den vergangenen Monaten glich das Gelände des Kinderheims einer großen Baustelle, wie Andreas Möckel berichtet: „Es ist ein neues Haus entstanden, das Anfang 2014 das Zuhause für sieben Kinder werden wird.“ Die Mädchen und Jungen werden dort gemeinsam mit einer Betreuerin als Familie leben - als Vorbild dient das Konzept der SOS-Kinderdörfer. Bislang hatten die 30 Kinder der Einrichtung in Schlafsälen übernachtet. „Das neue Modell ist besser für die Kinder, weil sie so wenigstens ein bisschen Wärme und Geborgenheit erfahren können“, erklärt Möckel.

Viele seiner Schützlinge seien traumatisiert - sei es durch den Tod der Eltern oder negative Erlebnisse. In ihren Ersatzfamilien können sie nun eine relativ normale Kindheit verleben.

In den kommenden zwei Jahren soll das gesamte Kinderheim nach diesem Konzept umgebaut werden. Außerdem soll der Außenbereich mit Spielgeräten und einer Grünfläche kinderfreundlicher gestaltet werden. „Das geht natürlich nur, wenn es die finanziellen Mittel erlauben“, sagt Andreas Möckel. Denn die Einrichtung wird größtenteils über Spenden finanziert.

Ein hoher Kostenfaktor ist auch die medizinische Versorgung der Kinder. Zwar sei die Ärztedichte weit höher als in vielen anderen afrikanischen Ländern, sagt Möckel, doch Spezialisten gebe es nur in Großstädten. „Alle drei Wochen besucht uns zum Beispiel eine Kinderpsychologin aus Windhoek.“ Zudem bräuchten einige Kinder eine spezielle Therapie, weil sie HIV-positiv oder durch Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft geschädigt seien. „Neben Fahrt- und Übernachtungskosten müssen wir auch die Honorare der Ärzte zahlen“, erklärt der 30-jährige Heimleiter. Dennoch: Der Aufwand lohnt sich. So kann ein Vierjähriger, dessen Sprachentwicklung stark gestört war, nach sechs Monaten Therapie endlich sprechen. „Er hört gar nicht mehr auf zu plappern“, freut sich Andreas Möckel. (pdf)

Infos: www.omaruruchildrenshaven.org, Spendenkonto: Förderverein Omaruru Children´s Haven e.V. Kontonummer 10 60 02 83 37, BLZ 52 05 21 54, bei Kreissparkasse Schwalm-Eder. Spendenbescheinigungen stellt Werner Oelze aus: Tel. 0 56 63/3 06.

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