Bei der Iasa-Initiative gab es wieder eine Bescherung für Kinder von Flüchtlingen

Glücklich mit kleinem Bär

Zufriedene Gesichter nach der Bescherung: Die Kinder Lerzan, Dilan und Omid (vorn von links) sowie Ramazan, Nafisa, Kawa und Karina (hinten von links). Fotos: Wiesemann

Baunatal. Kawa ist glücklich. Unter seinem rechten Arm trägt der dunkelhaarige Erstklässler einen großen silbernen Plastikhubschrauber, an dem er zuvor schon eifrig herumgebastelt hatte.

Auch Lerzan und Dilan, die beiden Mädchen, freuen sich über ihre kuscheligen Plüschbären, die sie aus bunten Plastiktüten hervorgezogen haben. Bereits zwei Tage vor Heiligabend gab es gestern in Baunatal für zahlreiche Kinder aus Flüchtlingsfamilien eine weihnachtliche Bescherung.

Der Schnee türmt sich auch vor dem Haus im Siebertweg in Großenritte zu weißen Hügeln auf. In der Erdgeschosswohnung steht die Eingangstür offen. In den Räumen dahinter herrscht Andrang. Reges Treiben wie auf einem Basar. In den Regalen und Ständern entlang der Wände hängen Bekleidungsstücke, stehen Schuhe, Schulranzen, Geschirr und Spielzeug. Das bunte und reichhaltige Angebot bietet der Laden der Iasa, der „Initiative Aufnehmen statt Ablehnen“. Diese kümmert sich das ganze Jahr über um die Nöte und Sorgen von Asylbewerbern, Asylberechtigten und Flüchtlingen.

Kontaktstelle

Jetzt, kurz vor Weihnachten, ist der Iasa-Laden begehrte Anlaufstelle für Familien aus Kurdistan, Somalia, Afghanistan oder dem Irak. Sie werden mit offenen Armen empfangen. Von Helga Neukirchen und Karin Braukmann, die sich seit 20 Jahren ehrenamtlich um die Hilfesuchenden kümmern. Die Iasa-Wohnung ist eine wichtige Kontaktstelle, in der sich ausländische Gäste auch Rat und Tipps für den Alltag holen.

Doch vor Weihnachten genießt die Geschenkaktion nicht nur bei Kindern Priorität. „Hauptsächlich Wintersachen wie Pullover, Schals und Handschuhe sind bei dieser kalten Witterung gefragt“, sagt Helga Neukirchen. Gerade bei Spielsachen hätte die Auswahl diesmal etwas größer sein können, „ansonsten kommen wir dank einer großzügigen Privatspende und der Unterstützung der Stadt gut hin“.

Auch sei die Nachfrage gegenüber den Vorjahren nicht gestiegen. „Das hält sich die Waage, da wir an Jugendliche ab 20 Jahre nichts mehr abgeben“, erklärt Neukirchen. „Schließlich muss man irgendwo die Grenze ziehen.“

Diese liegt für Kawa, Lerzan und Dilan glücklicherweise noch in weiter Ferne. Die Kinder können sich darauf freuen, auch in den nächsten Jahren eine Weihnachtsbescherung der Iasa zu erleben.

Von Rolf Wiesemann

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