Glückspiel: So unterschiedlich zockt die Welt

+
Die Vorlieben beim Glückspiel sind auf den einzelnen Kontinenten verschieden: Während die Europäer auf Lotto setzen, steht in Asien Roulette an erster Stelle.

Ob Australien, Asien oder Europa – überall zählt das Geld. Um schnell in Reichtum zu schwelgen, setzten viele Menschen auf das Glückspiel. Dabei sind die Vorlieben in den verschiedenen Ländern unterschiedlich. Erfahren Sie hier mehr über das Zockerverhalten auf den Kontinenten.

Europa: Die Hoffnung liegt im Lottospiel

In Europa setzen die meisten Menschen auf Lotto. Dabei hat die Mehrheit der Länder ihr eigenes System wie Italien 6 aus 90 oder Schweden 7 aus 35. In Deutschland ist seit vielen Jahren die Lotterie 6 aus 49 das beliebteste Glückspiel. Woche für Woche hoffen Spieler darauf, den Jackpot zu gewinnen. Er liegt im Durchschnitt bei fünf Millionen Euro, wie die Quoten zeigen. Die Chance auf sechs Richtige inklusive Zusatzzahl liegt beim deutschen Lottospiel bei etwa 1:140 Millionen.

Um einiges attraktiver ist der Eurojackpot mit mehr als doppelt so hohen Erfolgschancen und größeren Gewinnsummen: 17 Nationen können an dem Glückspiel teilnehmen. Mit der Zahl der Spieler steigen die Einsätze und auch der Jackpot wird größer. Er wird – anders als beim deutschen Lotto – niemals zwangsausgeschüttet, sondern wächst kontinuierlich, bis er endgültig geknackt wird.

Asien: Glückspiel-Hochburg Nummer eins

In Asien zählt der schnelle Gewinn: Macau bietet den weltgrößten Markt für Glückspiele. Nirgendwo sonst ist bei Black Jack und Roulette mehr Geld im Umlauf als in den Casinos der chinesischen Sonderverwaltungszone. 2013 war der Umsatz dort sechs Mal höher als in Las Vegas. Da das Glückspiel auf dem Festland verboten ist, ziehen regelmäßig ganze Schwärme an Casino-Touristen nach Macau. Hier steht neben vielen Spielhallen seit 2004 das größte Casino der Welt: das „Venetia Resort“ mit seiner goldenen Fassade.

Australien: Staat der einarmigen Banditen

Wie in Asien ist auch in Australien das Zocken weit verbreitet: In Down Under sind neben Sportwetten besonders Spielautomaten sehr beliebt. Seitdem 1997 die Glückspiel-Gesetze gelockert wurden, zocken über 80 Prozent der Bevölkerung – die Hälfte davon sogar regelmäßig. Den 19 Millionen australischen Einwohnern stehen dabei dreimal so viele Automaten zur Verfügung wie 520 Millionen Europäern.

Auf die Einwohnerzahl berechnet sind in Australien so viele Menschen von der Spielsucht betroffen wie in keinem anderen Land. Dagegen möchte die Regierung vorgehen: Künftig soll ein Maximalbetrag in den Automaten eingegeben werden, bevor das Glückspiel beginnen kann. Das bewahrt die Zocker davor, im Rausch riesige Geldsummen zu verlieren. Dieser Gesetzesentwurf ist jedoch umstritten und geht der australischen „Vereinigung der Glückspiel-Sucht“ nicht weit genug. Sie fordert für jedes Spiel einen begrenzten Wetteinsatz von einem Dollar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.