Kirchengemeinde Niedervellmar: Pfarrer Thomas Vogt bietet neuen Schwerpunkt

Gottesdienst für Kinder

Die Lehre Gottes für Kinder: Die beiden Töchter von Pfarrer Thomas Vogt, die sechsjährige Clara (links) und die achtjährige Anna, freuen sich bereits auf den Kindergottesdienst. Hatte ihnen bisher ihr Vater aus der Kinderbibel vorgelesen, werden sie demnächst von einem Team ehrenamtlicher Mitarbeiter mit dem christlichen Glauben vertraut gemacht. Foto: Brandau

Vellmar. Vor drei Monaten stellte sich Thomas Vogt als neuer Gemeindepfarrer in Niedervellmar vor. Bereits da kündigte er an, die Arbeit mit Kindern zu einem Schwerpunkt seiner kirchlichen Gemeindearbeit machen zu wollen. Jetzt steht sein Konzept und am Sonntag, 4. November, soll der erste Kindergottesdienst stattfinden.

„Bisher war es so, dass innerhalb eines Kirchenjahres einige Aktionen und Projekte speziell für Kinder stattfanden“, erklärt Vogt. Einen reinen Kindergottesdienst im traditionellen Sinne habe es nicht gegeben. Das soll sich ändern, denn künftig sollen am Sonntagmorgen die Glocken der Adventskirche Erwachsene wie Kinder zum Gottesdienst rufen. „Ich greife damit auf eine konventionelle Form zurück, die auch eine lange Tradition hat, aber über die Zeit verloren ging“. Es solle ein Bewusstsein entstehen, dass der Gottesdienst für Christen eine wichtige und regelmäßige Veranstaltung darstelle. Dazu gehöre auch, dass es für die Kinder jeden Sonntag ein Programm gebe.

Bereits am 4. November, wenn der Gottesdienst zum Reformationsfest gefeiert werde und Luther im Mittelpunkt steht, soll es losgehen. „Mit einem mittelalterlichen Markt, Kostümen aus der Zeit des Reformators, Zauberereien und verschiedenen Aktionen und Angeboten, soll der Startschuss für den künftigen Kindergottesdienst fallen, der offiziell am 11. November beginnen wird“, verspricht der 45-Jährige Seelsorger. Als Attraktion wird in diesem Jahr auch eine echte Buchdruckerpresse samt Buchdrucker zu sehen sein. Denn durch diese Erfindung gelang es erst, die Bibel einem größeren Kreis bekannt zu machen.

„Mein Ziel ist es, Kinder spielereisch mit dem christlichen Glauben vertraut zu machen.“

Pfarrer thomas Vogt

Künftig werden Erwachsene und Kinder gemeinsam zur Kirche gehen. Erst nach dem Eingangsteil der Liturgie werden die jüngsten Gottesdienstbesucher in den angrenzenden Gemeindesaal gebeten, wo sie gemeinsam mit ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen einen kindgerechten Gottesdienst erleben können. „Es gibt eine Fülle von Themen, die Kinder interessieren. Wir wollen uns vornehmlich an den Jahreszeiten und dem Kirchenjahr orientieren. So werden wir zunächst ein ernstes aber wichtiges Thema behandeln, bei dem Tod und Sterben eine Rolle spielen“, kündigt der Gemeindepfarrer an.

Danach komme die Adventszeit in der die Kinder auch mitwirken sollen, wie der Kindergottesdienst an Heilig Abend gestaltet werde. „Mein vorrangiges Ziel ist es, die Kinder spielerisch und altersgerecht mit dem christlichen Glauben vertraut zu machen, soziale Kontakte knüpfen zu können und die Kinder sinnvoll zu beschäftigen“, sagt Vogt.

Diese kindliche Prägung im Glauben sei enorm wichtig, auch für das gesamte spätere Leben. Kindergottesdienste sollten zu einer festen und regelmäßigen Einrichtung werden, mit dem die Kinder rechnen können.

Von Werner Brandau

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