Fraktionschefin: Abgeordnete müssen wissen, worüber sie entscheiden – „SPD hat sparsam gewirtschaftet“

Gottschalck verteidigt Reise nach Sylt

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Ulrike Gottschalck

Kreis Kassel. SPD-Fraktionschefin Ulrike Gottschalck (Niestetal) hat die jüngste Klausurtagung der Sozialdemokraten auf der Nordseeinsel Sylt verteidigt.

Gottschalck reagierte damit auf einen Bericht unserer Zeitung, wonach die großen Fraktionen im 81-köpfigen Kreistag für ihre Tagungen regelmäßig auch Ziele außerhalb des Landkreises ansteuern. Im vorliegenden Fall hatte die SPD eine viertägige Haushaltsklausur mit 42 Kreistagsabgeordneten und ehrenamtlich tätigen Beigeordneten im Jugendseeheim des Landkreises abhalten. Kosten für die Veranstaltung: 5670 Euro.

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Gerechnet wird auf Sylt

Die Abgeordneten müssten „selbstverständlich die Möglichkeit haben, Einrichtungen kennenzulernen, über die sie entscheiden“, sagte die Fraktionschefin, die auch Bundestagsabgeordnete ist. Sie verweist darauf, dass das Geld, das für die kommunalpolitische Arbeit der Fraktionen ausgegeben wird, präzise belegt werden müssten. Die SPD habe „sparsam gewirtschaftet, um die Klausurtagung auf Sylt bezahlen zu können“, betonte sie.

Die Entscheidung für Sylt als Tagungsort versteht Gottschalck auch als Beitrag zur Unterstützung der kreiseigenen Jugend- und Freizeiteinrichtungen. Die SPD-Abgeordneten hätten das Heim „extra in einer belegungsarmen Zeit besucht“ und so für eine bessere Auslastung gesorgt.

Die Sozialdemokraten setzen sich nachdrücklich für den Erhalt der Jugend- und Freizeiteinrichtungen ein. Über Monate hatten sie über 13.000 Unterschriften von Unterstützern gesammelt. (ket)

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