Neue Friedhofssatzung in Söhrewald – Einheitliche Kosten für alle Ortsteile

Gräber jetzt für 25 Jahre

Erdgräber: Die klassischen Grabstätten auf dem Friedhof in Wellerode müssen wie bisher selbst gepflegt werden.

Söhrewald. Die Liegezeiten der Gräber auf den Friedhöfen in Söhrewald sind auf 25 Jahre verkürzt worden.

Außer der hierfür geänderten Friedhofsordnung hat die Gemeindevertretung mit Wirkung ab 1. Januar auch eine Neufassung der Gebührensatzung beschlossen. Hierin sind jetzt auch die Preise bei Bestattungen in Wiesen- und Friedhaingräbern oder der Urnengemeinschaftsanlage auf dem Friedhof in Wellerode enthalten.

Die Gebührenordnung orientiert sich an der Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes und an einer Kalkulation des Instituts für Kommunale Haushaltswirtschaft Helsa.

Die Nutzungszeit für mehrstellige Sarg- oder Urnengräber (früher Familiengräber) ist von 40 auf 25 Jahre verkürzt worden. Damit entspricht die Gemeinde einem vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung.

Bei nicht vollständiger Belegung sind Verlängerungen möglich. Die Nutzungszeit für Reihengräber einschließlich Wiesen-Reihengrabstätten und Friedhaingräber verringert sich von 30 auf 25 Jahre. Für Urnengräber gelten einheitlich 20 Jahre. Die Nutzungsgebühr für eine Familien-Grabstätte beträgt jetzt 1168 Euro je Grabstelle. Für die längere Laufzeit mussten zuvor noch 1512 Euro gezahlt werden.

Bei Urnenbestattungen fallen 443 Euro je Grabstätte an (vorher: 814,40 Euro). Reihengräber kosten 1066 Euro (vorher 1472,90 Euro), während für ein Urnen-Reihengrab jetzt 383 Euro gegenüber bisher 501,20 Euro gefordert werden. Einheitlich festgelegt auf 1570 Euro wurden die Gebühren für die Urnengemeinschaftsanlagen in Eiterhagen und Wellerode sowie für das Friedhain-Urnengrab auf dem Waldfriedhof Wattenbach.

Die Nutzungspauschale für ein Wiesen-Sarggrab in Wellerode beträgt 1756 Euro und für ein Friedhain-Sarggrab auf dem Waldfriedhof in Wattenbach 2031 Euro einschließlich Namensinschrift an einer Gedenkstele.

Die Grabpflege und die Friedhofunterhaltungsgebühr sind in der Gebühr für die Urnengemeinschaftsanlagen, den Friedhaingräbern und in den beiden zuletzt genannten Beispielen bereits inbegriffen.

Das neue Friedhofsrecht wurde während der Beratung in der Gemeindevertretung von Sprechern der Parteien begrüßt. „Es entspricht einer Forderung unserer Partei, für vergleichbare Leistungen in allen Ortsteilen gleiche Gebührensätze festzulegen“, sagte Martin Pabst (CDU). Allerdings sei das Gutachten des Kommunalinstituts an manchen Stellen „schwer verständlich“ gewesen, fügte Pabst hinzu.

Für die SPD-Fraktion sprach sich Hans Staudte für die Neufassung der Satzung aus. (ppw)

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