Erhöhung der 110-kV-Stromleitung

Gremmels: Eon-Netz trickst

Timon Gremmels

Lohfelden. Tricksereien und Täuschungsmanöver wirft der SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels dem Stromnetzbetreiber Eon-Netz (Bayreuth) vor.

„Auch das Regierungspräsidium Kassel wurde von Eon-Netz über die wahren Absichten bei den sogenannten Instandsetzungsarbeiten an der 110-kV-Leitung getäuscht“, meint der Politiker aus Niestetal. Dies gehe aus der Antwort der Landesregierung auf seine Anfrage hervor.

Erst nachdem die HNA Ende Januar darüber berichtet hatte, dass die Instandsetzungsarbeiten auch eine Erhöhung der Strommasten umfasse, habe Eon-Netz das Regierungspräsidium (RP) Kassel als zuständige Genehmigungsbehörde darüber in Kenntnis gesetzt und erst fünf Tage später die nötigen Unterlagen nachgereicht.

„Laxer Umgang“

Als „die wahren Absichten von Eon-Netz, still und leise Strom einer höheren Stärke (bis zu 500 Ampere) durch die Leitungen zu leiten, durchschaut wurden“, sei Eon-Netz zurückgerudert und habe versucht, sich mit der Ausrede, man habe sich missverständlich ausgedrückt, aus der Affäre zu ziehen.

„Ich frage mich, welche Konsequenzen der laxe Umgang mit der Wahrheit für Eon-Netz hat“, fragt Gremmels. „Jeder Bürger, der Behörden so an der Nase herumgeführt hätte, müsste mit Konsequenzen rechnen, nur der Stromriese Eon nicht“, meint Gremmels.

Blind vertraut

Dem Regierungspräsidium Kassel wirft Gremmels vor, „den Angaben der Netzbetreiber blind vertraut“ zu haben. Das RP begnüge sich damit, Vorhaben zu Leitungsnetzen künftig frühzeitig besser abzustimmen. (hog)

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