Kontroverse um Fracking in Nordhessen

Gremmels: FDP-Kritik blauäugig

Kreis Kassel. Der SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels (Niestetal) hat die Kritik der nordhessischen FDP-Abgeordneten an den ablehnenden Beschlüssen der Regionalversammlung zur Erdgassuche mittels Fracking-Methode als „blauäugig“ zurückgewiesen.

Die Liberalen hatten argumentiert, es gehe zunächst nur um eine Aufsuchungserlaubnis, um festzustellen, an welcher Stelle in Nordhessen mit Erdgas in tiefen Gesteinsschichten zu rechnen sei.

„Die FDP-Kollegen verkennen, dass auch mit einer möglichen Erteilung einer Erkundungserlaubnis Chemikalien, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, in den Boden gepresst werden dürfen“, hält Gremmels entgegen. Bereits die Erteilung einer Aufsucherlaubnis schaffe Fakten. Falls die Firma BNK Erdgas finde, ergebe sich „daraus nach Bundesbergrecht auch das Recht auf Förderung“, meint der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Die FDP-Kollegen streuten den Menschen Sand in die Augen, wenn sie den Eindruck erwecken, mit der Aufsucherlaubnis werde keine Vorentscheidung getroffen, so Gremmels weiter. Nach seiner Überzeugung würde BNK „nie einen zweistelligen Millionenbetrag in die Erkundung investieren, wenn sie hinterher nicht auch das gefundene Erdgas fördern dürfte“. (hog)

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