Einnahmen durch Windkraftanlagen

Gremmels: Kommunen beteiligen

Timon

Kreis Kassel. Der Niestetaler SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels hat die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) aufgefordert, dafür zu sorgen, dass bei der Vergabe von Windkraftstandorten im hessischen Forst regionale Investoren bevorzugt werden.

„Die Akzeptanz für die Windkraft steht und fällt mit der Auswahl der Betreiber“, schreibt Gremmels in einer Pressemitteilung. Die Bürger seien eher bereit, Windräder im Wald zu akzeptieren, wenn regionale Stadtwerke oder Genossenschaften die Anlagen betreiben. „Die Windkraft wird unser Landschaftsbild verändern. Als Gegenleistung muss daher die Wertschöpfung in der Region bleiben“, so die Forderung des umweltpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion.

Genug Geld zu verdienen

Die derzeitig gültige Vorgabe des Umweltministeriums, dass Hessen-Forst nur bei gleicher Pachtzahlung regionale Projektierer bevorzugen dürfe, reiche nicht aus. Während Großprojektierer eine Anlage errichten und dann an Renten- oder Investmentfonds verkaufen, tragen regionale Investoren dauerhaft Verantwortung, meint Gremmels. „Hessen-Forst wird mit der Windkraft in Zukunft genügend Geld verdienen, sodass nicht auf jeden Pacht-Euro geschaut werden muss.“

Gremmels erinnert daran, dass beim Hessischen Energiegipfel sogar von einer Beteiligung der Kommunen an den Pachteinnahmen von Hessen-Forst die Rede gewesen sei. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz werde dies bereits praktiziert; dort können Städte und Gemeinden bis zu einer Höhe von 30 Prozent an den Pachteinnahmen des Landes beteiligt werden. Dies wäre auch für hessische Kommunen eine wichtige Einnahmequelle, meint Gremmels. (hog) Foto: nh

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