Rund 250 Zuhörer genossen das malerische Ambiente auf Gut Winterbüren

Chroma-Konzert: Mit Grimm, Musik und grünem Tee

Pause vom Musikgenuss: Chantal und Klaus Eifler (von links), Huib, Aniek und Katharina Weerkamp erlebten das Konzert beim Picknick im Park von Gut Winterbüren. Fotos: Dilling

Fuldatal. Die Klänge eines Walzers von Franz Schubert erfüllen das großzügige Grün des Parks auf Gut Winterbüren, die Sonne lacht, das Wasser plätschert im Pool, und der Maler Ludwig Emil Grimm blickt, vor seiner Staffelei stehend, von der Loggia des großzügigen Herrenhauses auf die rund 250 Besucher auf der Wiese.

Natürlich war es nicht wirklich der Bruder der berühmten Märchen-Schriftsteller Jacob und Wilhelm Grimm, sondern der Schauspieler Carlo Ghirardelli, der im Grimm-Jahr das traditionelle Freiluftkonzert des Kammerorchesters der Musikschule Chroma mit Anekdoten auflockerte. Doch vor rund 200 Jahren ging Ludwig Emil (gestorben 1863) als Freund der Familie Waitz von Eschen auf Gut Winterbüren tatsächlich ein und aus. Charlotte Waitz eifert ihrer Vorfahrin Elise nach, die sich damals von Grimm im Zeichnen unterrichten ließ. Die Schülerin ließ am Ende des Konzerts ein selbst gemaltes Bild in Acryl zugunsten der Musikschule versteigern.

Die Gutsherrenfamilie gehört seit Jahren zu den treuen Unterstützern von Chroma. Sie überlässt dem Kammerorchester nicht nur den Park für das alljährliche Freiluftkonzert, sondern knüpft auch Kontakte für die Musikschule.

Konzentriertes Spiel: Die Streicher gaben ihr Bestes.

Angesichts der brennenden Sonne suchten die Zuhörer Schutz im Schatten, die meisten beschränkten sich auf den Musikgenuss, wenige nutzen den Nachmittag zu einem Picknick. Zu denen gehörten Dr. Klaus Eifler und seine Frau Chantal, die sich auf einer Decke mit grünem Tee und Kuchen stärkten. „Ein wunderbares Konzert, hier passen Musik und Ambiente zusammen“, sagten sie. Nur ein paar Schritte weiter erfrischten sich Katharina und Huib Weerkamp auf einer Wolldecke mit Cocktailtomaten. Die eineinhalbjährige Tochter Aniek legte ein Puzzle. Sie hat das Freiluft-Konzert schon vor zwei Jahren auf der Bühne erlebt, im Bauch ihrer Mutter Katharina, die im Orchester mitspielt.

In der Pause gab es kostenlos Tee, Sekt und Wasser. Das Spendenglas von Chroma füllte sich schnell. Die Schule kann das Geld gut gebrauchen. Sie muss neu bauen.

Unter den Zuhörern war auch Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber. Er bezeichnete Chroma und die Familie Waitz von Eschen später als Glücksfall für Fuldatal. Das Konzert habe einen tollen Vorgeschmack auf die erste Fuldataler Kulturwoche gegeben, die im September beginnt. (pdi)

Von Peter Dilling

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