Kasseler Alpenverein 

Grimmsteig: Langstrecken-Wanderung bekommt Konkurrenz

Setzen auf Wettbewerb: Ina Kraus und Klaus Kwaschneck, die im Frühjahr 2013 den 156 Kilometer langen Kassel-Steig an einem Stück liefen, wollen bei der neuen Veranstaltung des Kasseler Alpenvereins den sportlichen Aspekt herausstellen. Archivfoto: Dilling

Kassel Nieste. Die Langstreckenwanderung auf dem Grimmsteig bekommt bei ihrer zweiten Auflage im Juni 2014 Konkurrenz: Der Deutsche Alpenverein (DAV) in Kassel, der bei der Premiere 2013 Mitveranstalter der Grimmsteig-Tage war, stellt eine eigene Veranstaltung auf die Beine.

Das bestätigte Organisatorin Ina Kraus gegenüber der HNA. Unter dem Titel „DAV Kassel Herkules 100“ plant der Verein eine Wanderung über 101 Kilometer.

Sie wird am Freitag und Samstag, 13. und 14. Juni 2014, stattfinden - zwei Wochen vor der Grimmsteig-Wanderung. „Die 100 Kilometer sind für viele Wanderer eine magische Zahl“, sagt Kraus, die zusammen mit ihrem Mann Klaus Kwaschneck die DAV-Sportwandergruppe leitet. Auf einem Teil des neuen Wanderwegs verläuft auch die Tour des Alpenvereins. Start ist am Kletterzentrum des DAV auf der Kasseler Marbachshöhe. Von dort führt die Strecke über die Dönche nach Baunatal-Guntershausen, entlang der Fulda nach Fuldatal-Simmershausen, über den Kassel-Steig weiter nach Espenau und Ahnatal. Über den Dörnberg, den Herkules und die Dönche gelangen die Sportler zurück zum Kletterzentrum.

Neben der 101-Kilometer-Strecke wird nach Angaben von Kraus eine 42-Kilometer-Tour angeboten. Startpunkt soll die Ausflugsgaststätte Graue Katze an der Fulda sein. Anders als die Langstreckentour auf dem Grimmsteig versteht sich die 101-Kilometer-Wanderung des Deutschen Alpenvereins als Wettbewerb, bei dem es darum geht, die Distanz so schnell wie möglich zurückzulegen. Um in die Wertung zu kommen, muss die Strecke laut Kraus in maximal 26 Stunden zurückgelegt werden.

Debatten und Kontroversen

Die Gründe für den Ausstieg bei den Grimmsteig-Tagen will Kraus „nicht mehr kommentieren“. In einem Schreiben von Kraus und Kwaschneck an die Mitglieder des Kasseler Alpenvereins, das der HNA vorliegt, heißt es: „Über die sportliche und kommerzielle Ausrichtung der Veranstaltung hat es in der Vergangenheit durchaus immer wieder sehr unterschiedliche Auffassungen innerhalb des Orgateams gegeben.“

Beim Organisationsteam der Grimmsteig-Tage hält man den Vorwurf einer zu kommerziellen Ausrichtung der Veranstaltung für abwegig, so Organisationsleiter Horst Hoffmann, der den Ausstieg des DAV bedauert. Zu diesem Thema habe es innerhalb des Teams keinerlei Differenzen gegeben.

Von Peter Ketteritzsch

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