20 Prozent mehr Wanderer als im Vorjahr

Grimmsteig-Tage: 350 Wanderer sind unterwegs

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Nieste. Die Region stand am Wochenende ganz im Zeichen der 3. Internationalen Grimmsteig-Tage. Mit rund 350 gemeldeten Teilnehmern konnten die Veranstalter diesmal ihr bestes Ergebnis verbuchen. „Das sind zwanzig Prozent mehr als im Vorjahr“, sagte Organisationsleiter Horst Hoffmann der HNA.

Bereits am Freitagabend gingen mehr als 70 sportlich ambitionierte Hobby-Wanderer auf die 84 Kilometer lange Strecke. Auch die Marathon-Strecke, die erstmals angebotene Nachtwanderung (44 km) und die neu ins Programm genommenen Mittelstrecken über 14 und 25 Kilometer seien gut angenommen worden. Das Interesse in der Bevölkerung auch von jüngeren Wanderern wachse, sagte Hoffmann.

Aktualisiert um 17.30 Uhr.

Zentraler Treffpunkt war die Königsalm in Nieste, wo die organisatorischen Fäden zusammenliefen. Um es vorwegzunehmen: Das Wetter hielt, nur am frühen Samstagmorgen gingen ein paar Regenschauer nieder. Die Blasen an den Füßen seien ein größeres Problem gewesen, berichtete Christian Däschner (45) aus Baunatal, der am Sonntagmorgen um 10 Uhr mit seinem 41-jährigen Wander-Partner Patrick Soban als einer der Ersten von der Mammut-Strecke zurückkehrte.

„Einfach wunderbar“

Wer den Grimmsteig komplett absolvieren will, muss gut trainiert haben und entsprechend gut ausgerüstet sein. Wie Oliver Seipp (Borken) und Dirk Trusheim (Münchhausen), die schon im Vorjahr zu den schnellsten Teilnehmern gehörten. Mike Löscher (63) trägt auf langen Touren immer Kopfhörer: „Das Wichtigste ist die Musik“, verriet uns der Alleinwanderer aus Schauenburg, der sich während der Mammut-Wanderung von Hardrock unterhalten ließ. Den Startschuss für die Klassik-Strecke gab Grimmsteig-Gründer Bürgermeister Michael Steisel (Söhrewald). Am Abend machten sich 36 Nachtwanderer am Sportplatz Wellerode auf den Weg zum Zielort Velmeden. Die Teilnehmer waren sichtlich überrascht, schon am ersten Versorgungspunkt der „Grimmsteig-Night“ in Wattenbach von der freiwilligen Feuerwehr und zahlreichen Besuchern mit Beifall und Musik, Fackeln und einem Heißluftballon empfangen zu werden. „Einfach wunderbar, sehr gut organisiert hier“, sagte der 54-jährige Nachtwanderer Wolfgang Klaas aus Kaufungen. Wenige brachen ab Nach Angaben der Veranstalter gab es keine besonderen Vorkommnisse, die allermeisten Teilnehmer seien wohlbehalten von den Strecken zurückgekommen. Selbst auf der belastenden Gesamtstrecke über 84 km sei die Abbrecher-Quote mit etwas weniger als 20 Prozent gering ausgefallen, sagte Organisator Horst Hoffmann.

Wandern bei den Grimmsteig-Tagen

200 Helfer engagierten sich

Die Arbeitsgemeinschaft der Grimmsteig-Gemeinden, die Grimmsteig-Touristik der Gemeinde Nieste und die Niester Wanderschule sorgten mit Unterstützung zahlreicher Vereine und Verbände mit etwa 200 ehrenamtlichen Helfern für die Organisation der Grimmsteig-Tage. Die acht Wanderstrecken waren zusätzlich markiert und vor Einbruch der Dunkelheit mit Knicklichtern ausgestattet worden. Es gab zwölf Versorgungspunkte, an denen 1000 Liter Mineralwasser, 500 Liter isotonische Getränke und Cola, 400 Liter alkoholfreies Hefe-Weizenbier, 1500 Äpfel und Bananen und viele Süßigkeiten an die Wanderer ausgegeben wurden. Für die Transfers von der Alm zu auswärtigen Starts und zurück sorgten zwei Busse. (ppw)

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