Grimmsteig-Wanderung: Knicklichter weisen  Weg

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Markierungen sind wichtig: Horst Hoffmann (Alpenverein, von links) und die Wanderbegleiter Irmgard Janenzky, Michael Kilian (auf dem Quad) und Carsten Noll sorgen dafür, dass die Grimmsteig-Wanderer nicht vom Weg abkommen.

Nieste. Der ortsunkundige Wanderer stolpert reichlich entkräftet durch die nächtliche Söhre. Seine Gruppe ist weit voraus. Plötzlich bleibt er an einer Baumwurzel hängen; er stürzt und hat sich den Fuß verknackst - ein solches Szenario wollen die Organisatoren der Grimmsteig-Wanderung am 28./29. Juni möglichst verhindern.

Doch sie werden auch darauf vorbereitet sein: 200 Helfer, so schätzt Horst Hoffmann vom Deutschen Alpenverein, sind mit der logistischen Herausforderung beschäftigt, größtmögliche Sicherheit für die 300 teilnehmenden Wanderer zu schaffen.

Im Fokus sind dabei vor allem die Männer und Frauen, die die gesamten 82 Kilometer des Grimmsteigs an einem Stück bewältigen wollen. Sie werden an zehn Verpflegungsstellen Wasser tanken und ein schnelles Essen zu sich nehmen können.

Archiv-Bilder vom Grimmsteig

Grimmsteig-Wanderung: Weg frei für 80-Kilometer-Tour

Die besondere Sorge der Wanderbegleiter gilt dem 25 bis 30 Kilometer langen Streckenabschnitt, der im Bereich der Söhre nachts durchwandert werden muss. „Die Stirnlampen sind da nicht ausreichend. In der Nacht ist die Wahrnehmung anders“, sagt Hoffmann. Gerade dort könnten überraschende kleine Abzweigungen des Grimmsteigs übersehen werden. Deshalb werden Angehörige der Wanderschule Nieste im Vorfeld der Mammutwanderung an solchen Stellen fluoreszierende Farbmarkierungen aufbringen, mit Flatterband mögliche Irrwege sperren und mit sogenannten Knickslichtern leuchtende Wegweiser setzen. Mit großen Schildern soll auf die bevorstehende Überquerung von Straßen hingewiesen werden.

Wer mitten im Wald nicht mehr weiter kann oder sich verletzt hat, der werde mit seinem Handy zwei Notrufnummern anwählen können, berichtet Hoffmann. Die stellen den Kontakt zur zentrale Leitstelle und dem Notarzt an der Königsalm her, dem Start- und Zielpunkt der Wanderung.

Schnelle Hilfe für leichtere Notfälle können die Organisatoren selbst leisten. Sie werden mit zwei angemieteten Quads - vierrädrigen, geländegängigen Motorrädern - auch in Waldstücken schnell zur Stelle sein. Für den Rücktransport von „Aussteigern“ zur Königsalm ist mit gesponserten Kleinbussen gesorgt.

Von Peter Dilling

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