Neuer Schwerpunkt an der Wendeschleife Kollostraße – 70 Arbeiter in der ganzen Stadt am Werk

Großbaustelle Vellmar brummt

Abbieger: In dieser Linkskurve (oben) wird die Straßenbahn später in die Wendeschleife einfahren. Die Simulation rechts zeigt die fertige Anlage. Foto: Wewetzer/Skizze: KVG

Vellmar. Um einen dicken Brocken wurde die Großbaustelle Vellmar erweitert: Im großen Stil haben jetzt die Arbeiten an der zukünftigen Wendeschleife Kollostraße der Straßenbahn Kassel-Vellmar begonnen. Ein Lkw nach dem anderen transportiert Erdaushub weg, am Straßenrand stapeln sich schon die Schwellen und Gleise, während Planierraupen den Boden walzen. Schließlich soll die vier Kilometer lange Strecke im Herbst dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

Ein Kilometer lang ist der dritte Bauabschnitt, der jetzt in Angriff genommen wurde. Er reicht vom Rathaus bis zur Wendeschleife an der Kollo-straße. 100 Parkplätze werden geschaffen, dazu kommt die Wendeanlage für Busse und Straßenbahnen.

Intensiv gearbeitet - 70 Bauarbeiter von mehreren Firmen sind zurzeit in Vellmar im Einsatz - wird auch an den übrigen Abschnitten der Tram, erläuterte KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. Zwischen der Wendeschleife Holländische Straße am Stadtrand Kassels bis zur Einfahrt der Firma Seebach an der Brüder-Grimm-Straße in Vellmar stehen derzeit Landschaftsarbeiten auf dem Programm. Dort werden vor allem Bäume gepflanzt. Im weiteren Verlauf der Trasse bekommen Zaungäste die gesamte Palette an Bauarbeiten geboten: Kanäle werden verlegt, die Gehwege für die „neue“ Brüder-Grimm-Straße im Bereich der Heilig-Geist-Kirche werden gezogen und auch der Straßenbau ist dort wieder angelaufen. Mit den Gleisarbeiten im Bereich der Festwiese wurde ebenfalls begonnen. Im oberen Teil der Brüder-Grimm-Straße liegen Schienen schon bis zur Kreuzung Obervellmarsche Straße.

Die jetzt auf Hochtouren laufenden Arbeiten haben auch Sperrungen und Umleitungen für die Autofahrer und den Busverkehr zur Folge (siehe Hintergrund oben rechts). So wird zum Beispiel die Ampel an der Kreuzung Nordstraße ab Donnerstag, 24. Februar, abgeschaltet und abgebaut. Sie wird später durch eine neue Lichtzeichenanlage ersetzt, die auch die Belange der Straßenbahn berücksichtigen wird, erklärte Projektleiter Reiner Brandau.

Finanziell ist das Straßenbahnprojekt ein richtiges Schwergewicht. Nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 45 Millionen Euro, von denen 13 Millionen Euro auf den Bauabschnitt vom Rathaus hoch zur Kollostraße entfallen. Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte Posch acht Millionen Euro an Landeszuschüssen für den letzten Bauabschnitt bewilligt. Schon die ersten beiden Bauabschnitte hatte das Land mit 5,2 beziehungsweise 15,2 Millionen Euro gefördert. Die Stadt Vellmar ist übrigens mit vier Millionen Euro dabei.

Von Stefan Wewetzer

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