Ausbruchstelle des Feuers gefunden

Großbrand in Lohfelden: Spezialisten ermitteln

Lohfelden. Zwei Tage nach dem Großbrand in Lohfelden-Ochshausen haben Spezialisten der Kasseler Kriminalpolizei am Montag die Stelle gefunden, an der das Feuer im Keller des Wohn- und Geschäftshauses ausgebrochen war.

Bei der Suche in dem Gebäude an der Hauptstraße wurden Torben Nebe und Volker Führer von Lohfeldens Gemeindebrandinspektor Klaus Sturm unterstützt. Er hatte den Einsatz geleitet, bei dem die Feuerwehren aus Lohfelden, Söhrewald, Kaufungen und Kassel mehrere Bewohner aus dem verqualmten Wohnhaus retteten. Nach Auskunft von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch muss nun der Brandschutt entfernt werden. Die Staatsanwalt Kassel habe einen Sachverständigen hinzugezogen, der die Kripobeamten unterstützen wird. „Für die noch erforderlichen Untersuchungen bleibt der Brandort weiterhin beschlagnahmt“, sagte Jungnitsch.

Nach Einschätzung des Polizeisprechers werden die Ermittlungen noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Sieben der 13 Bewohner des durch das Großfeuer völlig verrauchten, unbewohnbaren Mehrfamilienhauses sind seit Samstag von der Gemeinde Lohfelden im nahegelegenen Hotel „Zur Post“ untergebracht worden.

Es sei eine moralische Verpflichtung, den Betroffenen zu helfen, sagte Bürgermeister Michael Reuter (SPD). Der Verwaltungschef traf am Montagvormittag mit den Bürgern zusammen und sicherte ihnen weitere Hilfestellung, wie warme Kleidung und bei Bedarf auch den Nachweis von Notunterkünften zu.

Mit Kämmerer Jochem Wenigmann sorgte Reuter spontan dafür, dass eine ältere Bewohnerin einen Rollator erhielt. Auch der Eigentümer des Blumengeschäftes war wieder zugegen: „Wir haben einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten“, sagte Thomas Schmidtke.

Bilder vom Tag nach dem Brand

Großeinsatz in Lohfelden: Der Tag nach dem Brand

Bilder vom Einsatz der Feuerwehren

Großeinsatz in Lohfelden nach Explosion

Mit seiner Frau Heike, die das Geschäft in der Hauptstraße betreibt, sei er jetzt erst einmal auf eine kleine Ausweichfläche in einem Blumengroßmarkt angewiesen, um wenigstens die Abonnenten bedienen oder auf eilige Anfragen reagieren zu können, sagte Schmidtke. Ebenfalls verheerend sieht es in der völlig ausgebrannten benachbarten Laden-Galerie aus.

Von Peter Ketteritzsch und Hans-Peter Wohlgehagen

Rubriklistenbild: © Wohlgehagen

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