Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten den Verkehr an der Windhäuser Straße in Kaufungen

Bilanz der Lkw-Kontrollen: 20 große Laster pro Tag gezählt

Vorläufige Ergebnisse: Bürgermeister Arnim Roß (von links) informiert Anwohner und BI-Sprecher Holger Strube über die Verkehrsbelastung. Kai Dieck und Burghard Wassel vom Kaufunger Ordnungsamt haben gemeinsam mit ihrem Kollegen Friedhelm Möller (nicht auf dem Bild) den Verkehr vom Kleinbus aus kontrolliert. Dabei waren sie an sechs Tagen an unterschiedlichen Stellen der Windhäuser Straße (großes Foto, Hintergrund) im Einsatz. Das kleine Foto zeigt eines der Messgeräte. Fotos: Glass

Kaufungen. „Ein leichter Rückgang ist zu verzeichnen“, sagt Arnim Roß, Bürgermeister von Kaufungen, und meint die Lastwagen-Fahrten auf der Windhäuser Straße in Niederkaufungen.

Dort haben Mitarbeiter des Ordnungsamtes seit Anfang Februar den Verkehr stichprobenartig an sechs Tagen kontrolliert - an allen Wochentagen einschließlich einem Samstag in der Zeit von 6 bis 18 Uhr beziehungsweise von 8 bis 14 Uhr am Samstag.

Vorausgegangen waren den Kontrollen Beschwerden der Anwohner, die sich speziell über die Lkw-Belastung durch die Fahrten der Firma Fasshold beklagten (wir berichteten). Bei einer vorläufigen Auswertung am vorigen Samstag, dem letzten Messtag, zeigte sich, dass durchschnittlich etwa 20 Lkw der Firma Fasshold und andere Lastwagen über 7,5 Tonnen pro Tag (außer sonntags) die Straße passierten. Zum Vergleich: Nach einer Kontrolle im November 2010 waren es noch 31 Lkw dieser Kategorie an einem Wochentag. Holger Strube, Anwohner und Sprecher der Bürgerinitiative Windhäuser Straße, zeigte sich dennoch nicht ganz zufrieden. Ihm wäre es am liebsten, wenn sämtliche Fahrten gen Sandgrube über andere Routen wie den Rohrweg oder über die Kreisstraße 5 Richtung Gut Windhausen abgewickelt werden könnten. Nicht nur die Lärmbelästigung und die Frequenz stört die Anwohner - auch der Dreck, den die Fahrzeuge auf der Straße hinterlassen.

Immerhin hatten aber Gespräche mit dem Inhaber der Sandgrube ergeben, dass Fahrten während Beerdigungen - die Straße führt direkt am Niederkaufunger Friedhof vorbei - ab sofort vermieden werden und grundsätzlich nur tatsächlich notwendige Fahrten über die Windhäuser Straße führen sollen, sagte Roß.

Weil bei den vorherigen Kontrollen die technischen Messungen zu ungenau waren, hatte die Gemeinde jetzt zusätzlich Mitarbeiter eingesetzt, um die Fahrzeuge besser klassifizierieren zu können. „Die Messgeräte konnten beispielsweise nicht zwischen einem Sprinter und Lastwagen unter 7,5 Tonnen unterscheiden“, erklärt Kai Dieck vom Kaufunger Ordnungsamt. Gemeinsam mit Kollegen hat er diese Fahrzeuge jetzt per Hand registriert.

In den kommenden Tagen will sich die Gemeindverwaltung gemeinsam mit Mitglidern der Bürgerinitiative an einen Tisch setzen und die Ergebnisse auswerten.

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