Ahnataler Fotografin ist in der ganzen Welt unterwegs

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Große Liebe Afrika: Die afrikanische Tierwelt gehört zu den Lieblingsmotiven von Ruth Brosche.

Ahnatal. In Afrika war sie mit dem Hubschrauber unterwegs, England hat sie mit ihrem roten Mazda Cabrio bereist. Die Region überfliegt sie gern im Ultraleichtflugzeug. Viele Luftbilder in der HNA stammen ebenfalls von ihr. Die Rede ist von Ruth Brosche aus Ahnatal.

Die Bilder der Hobby-Fotografin sind vielen bekannt. Und die Frau hinter der Kamera? „Ich mache das, was mir Spaß macht“, sagt die 65 Jährige voller Energie und lächelt verschmitzt. „Mein Motto ist: Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“.

Ihre Träume führen Ruth Brosche nach Kanada und China, England und Norwegen und am liebsten nach Afrika. Immer dabei: ihre Nikon D80 mit Weitwinkel- und Teleobjektiv. „Mehr braucht man nicht. Es ist das Auge, das zählt. Die Kamera ist nicht so wichtig“, sagt sie.

Als Ruth Brosche noch in der Hessenliga Tennis gespielt hat, musste das ohne Fotoapparat in der Hand gehen. Beim Malen tauscht sie den Auslöser gegen den Pinsel. Die anderen Hobbys ordnen sich ihrer großen Leidenschaft unter. Ob auf dem Golfplatz, beim Walken oder beim Fossiliensammeln: Die Kamera ist immer dabei und hat auch dafür gesorgt, dass Ruth Brosche in die Luft geht. Mit Dr. Hubertus Bobke ist sie in seinem Ultraleichtflugzeug unterwegs, um Aufnahmen zu machen.

Fotos: Luftaufnahmen von Ruth Brosche

Luftaufnahmen aus der Region von Ruth Brosche

2003 stellte Ruth Brosche ihre Arbeiten erstmals aus. Die Idee kam von ihrer langjährigen Freundin Andrea Trapp, mit der sie seit über zehn Jahren in einer Hausgemeinschaft in Ahnatal zusammenlebt. In die Gemeinde war die gebürtige Kasselerin nach der Trennung von ihrem Mann gezogen.

Auch die Reisen unternehmen sie gemeinsam, organisiert von Andrea Trapp. „Für ein gutes Foto mache ich alles“, erzählt Ruth Brosche. Das kann bedeuten, dass beide Frauen für eine Aufnahme zwei Stunden an einer Stelle ausharren. Oder dass die 65-Jährige auf der Jagd nach dem richtigen Motiv verloren geht. „In China warst du plötzlich verschwunden“, erinnert sich Andrea Trapp. Und auch in Südafrika tauchte die Hobbyfotografin erst wieder auf, nachdem sie „Aufnahmen ohne Ende“ in einem Kindergarten gemacht hatte. Kinder sind eines ihrer Lieblingsmotive. Da trifft es sich gut, dass sie seit drei Jahren Oma ist.

Geweckt wurde ihre Reiselust an ihrer ehemaligen Arbeitsstelle, dem Bundesgrenzschutz. Dort war sie bis zu ihrer Pensionierung als Verwaltungsangestellte tätig und nahm an Studienreisen der Behörde teil.

Ihre nächste große Reise wird die beiden Frauen im kommenden Jahr nach Südamerika oder Australien führen. Und welchen Traum möchte sich Ruth Brosche noch verwirklichen? „Ich bin wunschlos glücklich. Wenn die Gesundheit hält, ist das das Wichtigste“, sagt sie.

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