Investitionen zum Hessentag in Vellmar: Fachbüros erarbeiten Empfehlungen

Große Pläne fürs Zentrum

Charme der 70er-Jahre: Attraktiver Branchenmix, in modernem Ambiente präsentiert, ist das Ziel für den in die Jahre gekommenen Rathausplatz, damit Kunden - wie hier Lisa Vonderlind - zufrieden sind. Dazu zählt auch eine einheitliche Optik. Fotos: Wewetzer

Vellmar. Die Marschroute steht fest: Das Vellmarer Stadtzentrum wird Investitionsschwerpunkt im Zuge des Hessentages 2013. Der passende Masterplan dazu erhält unter Federführung der Landesgesellschaft OFB Projektentwicklung und unter Mitarbeit diverser Fachbüros zurzeit den letzten Schliff, erklärte Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla.

„Wo will das Stadtzentrum hin?“, sei die Ausgangsfrage gewesen. Der Masterplan sei dann in einzelne Projekte untergliedert worden. Begrenzt ist das Areal des Stadtzentrums von der Landesstraße entlang des Parkdecks über den Mittelring mit der Großsporthalle bis hin zur Brüder-Grimm-Straße inklusive eines Schlenkers hinüber zur Musikschule Chroma.

„Ein ideales Projekt für den Hessentag“, sagte der Verwaltungschef. „Denn dort schlägt das Herz der Stadt.“ Und dies seit Ende der 70er-Jahre. Laut Stochla Anlass genug, geänderten Kundenwünschen, einem besseren Branchenmix und einem attraktiveren Umfeld - Stichwort schlechte Beleuchtung - Rechnung zu tragen. „Das Stadtzentrum funktioniert noch, aber an allen Objekten besteht Sanierungsbedarf.“ Mit dem Hessentag wolle man die Chance nutzen, die City für die nächsten Jahrzehnte fit zu machen. Die Stadt werde mit gutem Beispiel vorangehen, damit auch die privaten Besitzer rund um den Rathausplatz investierten. Intensive Gespräche wurden und werden geführt.

Das fertige Konzept mit allen Details, Lösungsvorschlägen und Empfehlungen der Experten soll den neuen Mandatsträgern nach der Kommunalwahl am 27. März in einer Info-Veranstaltung am Donnerstag, 14. April, vorgestellt werden.

Aber einzelne Projekte kristallisieren sich schon jetzt heraus. Hier einige Beispiele: • Das Rathaus. Wie bei anderen Objekten wurden auch dafür mehrere Varianten geprüft. Sogar Abriss und kompletter Neubau wurden als große Lösung (wie bisher mit Untervermietung) und als kleine (reiner Verwaltungsbau) von den Experten untersucht. Wahrscheinlich ist aber eine Sanierung des bestehenden Objekts. Auch dafür wurden im Masterplan mehrere Ansätze erarbeitet: die Sparversion, dann die von den Fachleuten empfohlene Sanierung und schließlich die teurere Variante mit diversen „Extras“. Niemals diskutiert worden sei nach Auskunft des Bürgermeisters jedoch ein Verkauf des Verwaltungsgebäudes. • Das Parkdeck. Auch hier wurden Abriss und Neubau oder Sanierung am bestehenden Objekt geprüft. Egal welche Lösung am Ende zum Zuge kommt, eins steht schon fest: Einen Aufzug für behinderte und ältere Menschen wird es auf alle Fälle geben. Hat das Parkdeck jetzt 165 Plätze, könnten es nach einem Neubau bis zu 200 sein. • Die Großsporthalle. Die gehört zwar dem Landkreis, aber auch dort soll für die Sanierung eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Denn: Laut Stochla soll die Halle beim Hessentag als Veranstaltungsort genutzt werden.

Aber eines gilt für die Umsetzung des gesamten Masterplans: „Nicht alles wird bis zum Hessentag 2013 realisierbar sein“, sagte der Bürgermeister. KOMMENTAR

Von Stefan Wewetzer

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