Neuer Vorstoß zum Weiterbau der Entlastungsstraße für Großenritte

Das Ziel: Umgehung soll verlängert werden

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Teilumgehung Großenritte: Hier geht der Blick vom Konrad-Adenauer-Platz in Richtung Süden. Nach dem Willen der Baunataler Politik muss die Entlastungsstraße ab dem Abzweig Hertingshausen nach Westen, zur Niedensteiner Straße, verlängert werden.

Baunatal. 2008 wurde die Umgehungsstraße für Großenritte fertig, aber sie entlastet den Stadtteil nur teilweise. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf, die Umgehung in Richtung Westen bis zur Niedensteiner Straße fortzusetzen.

Einen Auftrag an die Rathausspitze hatte Baunatals Stadtparlament im Dezember auf CDU-Initiative einmütig beschlossen. Nun sind neue Vorstöße bei Zweckverband Raum Kassel und Land Hessen vorgesehen.

Bis der erste Teil der Umgehung gebaut wurde, hatte es 30 Jahre gedauert. Zuletzt war das Vorhaben dadurch beschleunigt worden, dass die Stadt Baunatal dem Land Hessen die Baukosten von 3,25 Millionen Euro vorstreckte. Deshalb sagt Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) zur Frage, wann ein zweiter Teil kommen könnte: „Eine Prognose traue ich mir nicht zu.“

Der zuständige Arbeitskreis der Baunataler Stadtverordneten werde im Februar die Sache beraten und eine Stellungnahme zum Verkehrsentwicklungsplan 2030 des Zweckverbands Raum Kassel (ZRK) auf den Weg bringen, das kündigt der Bürgermeister an. Denn im ZRK-Entwurf sei die Umgehung nicht explizit ausgewiesen. Nur eine Art Platzhalter südlich der Bürgel, der bewaldeten Kuppen am Rande von Großenritte, sei vorhanden.

Nach dem Beschluss des Plans werde sich die Stadt im Herbst mit der Straßenbaubehörde Hessen Mobil abstimmen, damit eine Art Skizze vom möglichen zweiten Teil der Umfahrung entworfen werde. Weil: „Die vorhandenen Pläne stammen aus dem Jahr 2000“, sagt Schaub. Dennoch habe man Jahr für Jahr das Vorhaben immer wieder in Wiesbaden angemeldet, zuletzt am 19. Dezember 2012.

Das Land handelt nach einer Prioritätenliste. Laut Wolfgang Harms, Pressesprecher des hessischen Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr, ist die Verlängerung der Umgehung Großenritte aber weder im Bau- noch im Planungsprogramm des Landes enthalten. Und: Das Vorhaben bewerten und über Zeiträume reden könne man erst, wenn die Aufnahme ins Programm überhaupt beantragt sei.

Die Baunataler CDU hatte immer wieder wegen der Umgehung nachgehakt, beispielsweise im Mai 2012 der Großenritter Abgeordnete Herbert Engel in einer Anfrage ans Rathaus. Damals machte Erste Stadträtin Silke Engler wenig Hoffnung auf Erfolg.

Von Ingrid Jünemann

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