Konzert in der Baunataler Stadthalle - 500 Besucher

Viel Applaus für Großenritter Chor Mehrklang

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Mitreißender Auftritt: Der Chor Mehrklang nahm sein Publikum singend und klatschend auf eine Weltreise der Musik mit. Hier singt der Chor ein traditionelles südafrikanisches Lied.

Baunatal . Chorgesang steht zwischen Tradition und Moderne. Da hilft es oft, neue Ideen auszuprobieren: Der Großenritter Chor Mehrklang bewies am Sonntagabend in der Baunataler Stadthalle, dass es lohnenswert sein kann, ausgetretene Pfade zu verlassen.

Das 500-köpfige Publikum feierte dessen musikalische Reise durch die Welt und das Bemühen, durch ausgefallene Choreografie und Arrangements keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Locker und dennoch diszipliniert präsentierten die Sängeinnen und Sänger unter Leitung und Moderation von „Flugkapitän“ und Dirigent Nenad Nicolic ihr breites Repertoire, das trotz vieler Ausflüge in Pop- und Musicalmelodien das Traditionelle nicht vernachlässigte.

Einfühlsam intonierte der Chor beispielsweise das Volkslied Rosemarieheide. Zu großer Form liefen die Großenritter beim Ohrwurm „The drunken sailor“ auf. Schneller Tempowechsel und überraschende stimmliche Gags sorgten für heftigen Beifall.

Auch für die Soloeinlagen war das Publikum dankbar: Ulrike Röhr hauchte den Countrysong „In the Ghetto“ ins Micro. Farina Ladwig sang mit glockenheller Stimme und genauem Einsatz „Fields of gold“ von Sting. Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Auftritt mit dem Jugendorchester des GSV Musikzugs. Bei der von Nils Heine bearbeiteten Version der „Ode an die Freude“ harmonierten Sänger und Bläser gut miteinander.

Fotos: Konzert des Großenritter Chors Mehrklang

Konzert des Großenritter Chors Mehrklang in der Baunataler Stadthalle

Der Nachwuchs, die Mehrklang-Kids, bekamen mindestens genauso viel Beifall wie die Erwachsenen. Beide kommen ohne Notenblätter und Texte aus, allein das ist schon eine Fleißarbeit. Eine Schwäche war allerdings bei beiden Chören unübersehbar: Die Männer sind stark in der Minderzahl. Schade, dass man anscheinend auch mit moderner Musik Tenöre, Baritone und Bässe nicht locken kann.

Von Peter Dilling

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