Wild entsorgter Abfall hielt sich diesmal in Grenzen

Müllfischer an den Baunsberg-Teichen

Ab in den Sack: Helmut Schier (links) und Hartmut Piskorsch fanden einen Schlüpfer.

Baunatal. Was tun, wenn Müll auf dem Teich schwimmt und man kein Boot hat? Die Anwohner des Baunsbergs lösten dieses Problem am Samstag mit Fantasie: Sie warfen ein starkes Tau von Ufer zu Ufer und streiften damit über die Wasserfläche. Treibgut und Plastik drückten sie auf diese Weise ans Ufer.

Die Freiwilligen säuberten den Baunsberg-Park. 450 weitere Bürger, Einzelpersonen, Vereine und die Jugendfeuerwehr säuberten überall in den Stadtteilen die Schmuddelecken. Sehr viel zu tun hatten Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal, die sich zum ersten Mal an dem Großreinemachen beteiligten: An der Zufahrtsstraße zur Autobahn nahe dem Hauptfriedhof lag jede Menge Abfall herum, den offensichtlich Autofahrer aus dem Fenster geworfen hatten. Nicht weit davon waren Mitglieder des Gesang- und Kulturvereins im Einsatz, der teils akrobatische Fähigkeiten verlangte: Beim Absuchen eines Bachlaufs mit steiler Böschung fanden Helmut Schier und Hartmut Piskorsch Schlüpfriges, eine verrottete Damenunterhose. Ansonsten habe es diesmal keine spektakulären Funde gegeben, sagte Agnes Kornke von der Stadt Baunatal. Eine Holzkiste in der Bauna sei das größte Objekt gewesen.

Ingesamt sei wohl vergangenes Jahr deutlich weniger Abfall wild entsorgt worden. Positiv bewertete Kornke die Tatsache, dass trotz der winterbedingten Verschiebung des Sammeltermins um vier Wochen keine Gruppe abgesagt hatte. Kita-Kinder und Schulen waren schon während der vergangenen Woche im Einsatz. Insgesamt beteiligten sich mehr 1300 Müllsammler an der Aktion.

Von Peter Dilling

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