Hoher Bedarf an Getrieben und Originalteilen auch in der Ferienzeit – Arbeit auf Vorrat

Großteil der VW-Belegschaft arbeitet in den Sommerferien

Baunatal. Mit fast kompletter Mannschaft arbeitet Volkswagen in Baunatal während der Sommerferien. Das erfordere die große Nachfrage nach Teilen aus anderen Werken und der Autowirtschaft, sagt Sprecher Rudi Stassek.

Rudi Stassek

Bei VW in Baunatal sind inzwischen 16.200 Menschen beschäftigt, davon 2000 Leiharbeiter, erläutert Stassek. Man gehe davon aus, dass stets 20 Prozent der Mitarbeiterschaft wegen Urlaubs, Krankheit, Schulungen und anderer Gründe fehlten. Jetzt seien weitere zehn Prozent in Urlaub, diese Lücke werde aber zum großen Teil durch Ferienjobber geschlossen.

Stassek zufolge werden 350 Aushilfskräfte beschäftigt, 130 im Vertrieb Original Teile und 220 im Werk selbst. Überwiegend handele es sich um Studenten.

Den Bedarf an Komponenten, vor allem an Getrieben, führt Stassek unter anderem darauf zurück, dass die Bundesländer, in denen die fahrzeugbauenden Werke des Unternehmens liegen, später Sommerferien bekommen. So werde dort auch erst dann die Montage reduziert. Darüber hinaus arbeite das hiesige Werk auf Vorrat, weil der Bedarf an Komponenten generell hoch sei.

Stassek verweist darauf, dass Baunatal zurzeit täglich zwischen 16.000 und 17.000 Getriebe herstellt – 50 Prozent der Produktion im gesamten Konzern. Zu Recht sei deshalb vom Getriebeleitwerk die Rede.

Am nordhessischen Standort gibt es fünf Ferienkorridore à drei Wochen. Vor allem Eltern mit Schulkindern sollen in den Ferien Urlaub machen können. Wie genau verfahren werde, handelten die Gruppen aber selbst aus, sagt Stassek.

Von Ingrid Jünemann

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