Einheitliche Schilder weisen Weg – Start in Ahnatal – Region investiert 200 000 Euro

Grün für neue Radrouten

Einheitlich: Neue Schilder mit grüner Schrift auf hellem Grund sollen in Stadt und Altkreis Kassel Radfahrern den Weg weisen wie hier an der Hauptstraße in Heckershausen. Fotos: Schräer

Ahnatal. Die Stadt Kassel hat vorgelegt, der Landkreis zieht nach. Neue Schilder sollen Radfahrern den Weg weisen. Flächendeckend, so das Ziel der Kooperationspartner im Kasseler Rathaus und der Kreisverwaltung sowie jener zwölf Kommunen rund um das Oberzentrum. „Ein weiteres Beispiel für gelungene Zusammenarbeit der Region“, meinen denn auch Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Landrat Uwe Schmidt, Vorsitzender und Stellvertreter im Zweckverband Raum Kassel (ZRK).

Gestern also der Startschuss für das Projekt im Altkreis. In Ahnatal stehen die ersten Pfosten mit den hellen Schildern und den aufgedruckten Informationen in Grün. Von dort soll es im Uhrzeigersinn weitergehen, nächste Station: Vellmar. Bis die Söhregemeinden, bis Baunatal und Schauenburg versorgt sind, dürfte es noch drei Monate dauern, sagt ZRK-Geschäftsführer Andreas Güttler. In Kassel, wo vor vier Wochen begonnen wurde, sollen alle Schilder Ende März stehen.

200 000 Euro werden in Stadt und Altkreis investiert, hiervon übernimmt das Land 130 000 Euro. Die verbleibende Summe werde zwischen allen Partnern aufgeteilt. Wenige Tausend Euro pro Gemeinde, die mit „direkten, möglichst attraktiven und sicheren Radwegen verbunden sind“, betont Güttler.

Dieses regionale Routennetz aufzubauen und die Standorte der Schilder festzulegen, koordinierte der Zweckverband zusammen mit einem eigens vor zwei Jahren gegründeten Radforum der Region. Alltagsradwege seien mit dem Netz berücksichtigt, sagt der Radverkehrsbeauftragte des Landkreises und Forumsmitglied Rudi Roy. Über die nächstgelegenen Ziele vom jeweiligen Standort werde mit den neuen Schildern informiert.

Noch nutzen im Gebiet des Zweckverbandes mit der Stadt Kassel und dem sogenannten Speckgürtel vergleichsweise wenige Menschen das Fahrrad zur Fortbewegung. Liegt im Bundesdurchschnitt der Drahtesel-Anteil bei zehn Prozent am Gesamtverkehr, gibt es im Zweckverband lediglich einen Wert von sechs Prozent. „Diesen Anteil wollen wir verdoppeln“, sagt Roy.

Gute Radwege mit entsprechender Beschilderung sollen mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad veranlassen. Damit erreiche man auch das wichtige Ziel, den CO2-Ausstoß zu verringern, betont Güttler. Und fördere den Tourismus, denn Tagesreisende seien überwiegend Radtouristen.

Das regionale Radroutennetz mit den einheitlichen Schildern soll nicht auf den Zweckverband beschränkt bleiben. Bis Ende 2012 sollen laut Güttler und Roy auch die Altkreise Hofgeismar und Wolfhagen anschlossen sein.

Von Michael Schräer

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.