Fünf Kommunen suchen Strom-Lösung

Stromversorgung: Grüne sind für eigenen Weg

Kreis Kassel. Als Chance zum Aufbau einer regionalen, regenerativen und dezentralen Energieversorgung bewerten die Grünen im Landkreis Kassel den Weg, den fünf Kreisgemeinden in der Frage der künftigen örtlichen Stromversorgung gehen.

Die Gemeinden Niestetal, Kaufungen, Schauenburg, Fuldatal und Habichtswald hatten sich gegen die Teilnahme am geplanten Versorgungswerk von Kreiskommunen und Eon Mitte entschieden und suchen nun nach eigenen Lösungen.

Vertrauenswürdig

Es gelte, Erfahrungen zwischen den Kommunen und über Parteigrenzen hinweg auszutauschen, meint Gudrun Bednarek-Siegfried, Vorstandsprecherin im Grünen-Kreisverband Kassel-Land.

Die Grünen in den Kommunen haben unterschiedliche Ideen, wie sie die künftige Stromversorgung in ihrem Ort gestalten wollen. So sieht Barbara Elsas, Grünen-Fraktionsvorsitzende in Niestetal, die Möglichkeit, ein lokales Versorgungswerk zu gründen – dies könne entweder in Eigenregie geschehen oder mit einem kompetenten Partner.

Jochen Lody, Fraktionschef in Kaufungen, spricht sich als ersten Schritt für die Prüfung der wirtschaftlichen Auswirkungen einer Netzübernahme „durch ein vertrauenswürdiges Beratungsbüro“ aus.

Wünsche ernst nehmen

Genossenschaftsmodelle zur Energieerzeugung möchte Thomas Ackermann (Fuldatal) prüfen lassen, Gerhard Nentwich (Schauenburg) favorisiert die Suche nach Partnern, „die groß und stark sind, um die Netze zu übernehmen, aber gleichzeitig klein genug,um die Wünsche der Gemeinde ernst zu nehmen“.

Die fünf Gemeinden, von denen drei zu den fünfgrößten Kommunen des Landkreises gehören, sollten sich nach Vorstellung der Grünen bei der Entwicklung eines eigenen Wegs austauschen und zusammenarbeiten. (hog)

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