80 Bürger unterschrieben bisher Erklärung

Grüne machen Front gegen Stromvertrag

Miriam Würth -Kresevljak

Lohfelden. Entscheidet sich die Gemeinde Lohfelden für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem bisherigen Stromnetzbetreiber Eon? Heute Abend (19.30 Uhr, Bürgerhaus) berät die Gemeindevertretung über den Rückkauf des Stromnetzes und über eine Beteiligung an einem kommunalen Versorgungswerk mit der Eon Mitte AG. Im Gleichschritt mit 23 weiteren Landkreiskommunen will sich die Gemeinde so mehr Einfluss auf die Energieversorgung sichern.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich am Dienstag mit den Stimmen der SPD-Mehrheit bereits für diese Kooperation entschieden. Eine Opposition aus CDU, Grünen und der Fraktion U2L fordert jedoch in einem dem Kommunalparlament vorliegenden gemeinsamen Antrag, die Entscheidung auf Ende 2012 zu verschieben.

Die Grünen machen mächtig Front gegen die unter der Federführung der Stadt Baunatal ausgehandelte Kooperation. Die Eon sei kein geeigneter Partner für die Gemeinde Lohfelden, weil sie zum größten Atomkraftbetreiber Deutschlands gehöre, heißt es in einer öffentlichen Erklärung, die seit dem Wochenende von mehr als 80 Bürgern unterschrieben wurde.

„Wir können nur mit einem Partner abschließen, der die Ziele eines Klimakonzeptes für unsere Gemeinde unterstützt“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Miriam Würth-Kresevljak, am Samstag. Eon Mitte übe massiven Druck auf die Gemeinden aus und habe mit Klage gedroht, falls ein anderes Unternehmen die neue Konzession erhalte, sagte die Gemeindevertreterin. Die Grünen fordern intensive Gespräche mit anderen regionalen Stromanbietern und Angebote, die auf Lohfelden zugeschnitten sind.

Auch die CDU vermisst ein energiepolitisches Gesamtkonzept. „Uns fehlt ein Businessplan mit konkreten Zahlen für die nächsten fünf Jahre“, sagte Fraktionssprecherin Birgit Kaiser-Wirz im Vorfeld der parlamentarischen Beratungen. (ppw) Foto: Wohlgehagen

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