Ökopartei sieht sich in Energiefrage bestätigt

Grüne: SPD schwenkt auf Kurs ein

Baunatal. Genugtuung bei der Baunataler Ökopartei: Bei der Energieversorgung habe die SPD nun die seit langem vertretene Position der Grünen übernommen, stellt der Baunataler Vorsitzende Edmund Borschel fest.

Seine Partei habe von Anfang an nicht nur den Netzbetrieb, sondern auch die Erzeugung und den Vertrieb von Strom in kommunaler Hand gefordert, weil anderenfalls keine Effizienz zu erreichen sei, erklärte Borschel.

Auf diese Linie sei die SPD jetzt eingeschwenkt, während sie zuvor stets auf der reinen Netzübernahme beharrt habe. Borschel kritisiert hier in einer Pressemitteilung insbesondere Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz (SPD), die zum Verhandlungsteam von 24 Kommunen gehörte. 16 davon haben sich bisher für ein kommunales Versorgungswerk entschieden.

Borschel verweist auf einen zweiteiligen Antrag der Grünen, der im September im Stadtparlament beraten werden soll. Die Umweltpartei verlangt zum einen die Beteiligung des finanzstarken Baunatal am Ankauf von Eon-Mitte-Anteilen. Zum anderen wollen die Grünen in einem Gremium der neuen Energie Region Kassel GmbH und Co. KG Sitz und Stimme haben. Borschel: „Transparenz ist hier bisher nicht vorgesehen.“ Vorbildlich handele man hingegen im Chattengau (Schwalm-Eder-Kreis), wo neun Kommunen gemeinsam wegen ihrer Stromnetze verhandeln und alle Parteien einbezogen sind.

Die Grünen fordern generell eine neuartige Form der Energieversorgung in Bürgerhand. Die alte EAM auferstehen zu lassen („alter Wein in neuen Schläuchen“) sei der verkehrte Weg, meint Borschel. (ing)

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