Amtsinhaberin Ursula Gimmler rechnet für Stichwahl mit Stimmen auch aus dem Offensive-Lager

Grüne unterstützen Martin Hühne

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Wahlabend: Im Schauenburger Rathaus informierten sich am Sonntag die Anhänger von Kandidaten und Parteien sowie interessierte Bürger über den Wahlausgang. Mit dabei auch Kandidat Gerhard Schaumburg (links) von der Offensive.

Schauenburg. Das Rennen um das Bürgermeisteramt in Schauenburg bleibt spannend. Entscheidend für den Ausgang der Stichwahl am 10. April könnte sein, für welchen Kandidaten Offensive und Grüne Wahlempfehlungen aussprechen.

Der Wahlabend in Schauenburg

Bürgermeisterwahl in Schauenburg

Amtsinhaberin Ursula Gimmler (CDU) hatte im ersten Wahlgang am Sonntag 41,3 Prozent der Stimmen bekommen, SPD-Kandidat Martin Hühne landete bei 37,7 Prozent. Gerhard Schaumburg (Offensive) erhielt lediglich 21,1 Prozent und ist damit gescheitert.

Fest steht bereits, dass die Schauenburger Grünen Martin Hühne bei seinem Wahlkampf vor der Stichwahl unterstützen wollen. Das betont Gerhard Nentwich, bisher Fraktionschef der Öko-Partei im Gemeindeparlament. „Unsere Haltung ist eindeutig“, sagt Nentwich. Hühne sei im Lauf des Wahlkampfes immer überzeugender geworden. „Es ist jemand, der Perspektiven hat“, betont Nentwich. Das unterscheide ihn von der jetzigen Bürgermeisterin. Die Grünen, die keinen Kandidaten für dieses Amt hatten, legten bei der Kommunalwahl ordentlich zu. Sie steigerten ihr Ergebnis gegenüber 2006 von 7 Prozent auf nun 11,2 Prozent.

Offensive noch in Gesprächen

Noch nicht entschieden für einen der verbliebenen Bewerber hat sich die Offensive. Diese hatte bereits am Wahlabend angekündigt, sich in den nächsten Tagen in den eigenen Gremien über eine Wahlempfehlung absprechen zu wollen. Zunächst müsse man die Niederlage bei der Bürgermeisterwahl erst einmal verarbeiten, sagte Gerhard Schaumburg.

Ursula Gimmler bewertet die Frage möglicher Wahlempfehlungen bislang gelassen. Es sei nicht gesagt, dass die Offensive-Anhänger jetzt automatisch den SPD-Kandidaten unterstützen werden, betont sie. Einen Vorteil im Wahlkampf vor der Stichwahl sieht Gimmler darin, dass sie Schauenburgerin sei. Hühne lebt derzeit noch in Baunatal. „Ich bin recht zuversichtlich“, so das Fazit der Bürgermeisterin vor dem Urnengang.

Martin Hühne setzt weiter auf Hausbesuche. Er habe vor dem ersten Wahlgang nicht mehr alle Haushalte geschafft, sagt der Sozialdemokrat. „Die werde ich jetzt abklappern.“ Und natürlich wolle er Gespräche mit Offensive und den Grünen führen. Zudem hofft Hühne auf Unterstützung aus Wiesbaden. Er kündigt einen Wahlkampfauftritt mit Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel an diesem oder nächstem Freitag an.

Von Sven Kühling

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