SPD und CDU verteidigen Auftragsvergabe

Grüne vermuten Mauschelei

Söhrewald. Die Gemeinde Söhrewald wird zum Jahresbeginn 2012 eine gesplittete Abwassergebühr einführen. Das bedeutet, dass Niederschlagswasser und Abwasser dann getrennt erfasst und abgerechnet werden.

Zuvor müssen noch Daten über Dachgrößen und versiegelte Flächen in den drei Ortsteilen erhoben werden. Den Auftrag für die notwendigen Planungsarbeiten in Höhe von 57 000 Euro hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit (eine Enthaltung) an das Ingenieurbüro Oppermann (Vellmar) vergeben.

Im Vorfeld der Entscheidung gab es eine längere Kontroverse darüber, ob im Vergabeverfahren alle Bewerber angemessen berücksichtigt wurden. Er habe den Verdacht, dass ein Büro bevorzugt wurde, sagte Grünen-Sprecher Michael Jakobshagen. Mit einem der Mitbewerber habe die Gemeindeverwaltung keinen Kontakt mehr aufgenommen.

Den Vorwurf der Mauschelei wiesen Sprecher von SPD und CDU umgehend zurück. Man habe sich für den wirtschaftlichsten Bieter entschieden, der außerdem bei der Vorstellung seiner Pläne auch den besten Eindruck hinterlassen habe, sagte CDU-Sprecher Wolfgang Kiesewetter.

Das gewählte Planungsbüro habe über die besten Referenzen verfügt, meinte SPD-Fraktionschef Peter Harz. Die künftigen Bescheide müssten rechtssicher sein; gerade in diesen rechtlichen Fragen habe das Büro am besten abgeschnitten.

Alle fünf am Vergabeverfahren beteiligten Firmen seien informiert worden, sagte Bürgermeister Michael Steisel (SPD). Nur zwei Büros hätten die Vorgaben der Gemeinde erfüllt, für das günstigere habe man sich entschieden. (hog)

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