Grünen-Kandidat

Grünen-Kandidat Edmund Borschel: Grillen vor dem Vegetarier-Tag

Grüne Oase: Edmund Borschel kann in seinem Garten mit Sonnenblumen, Gartenteich und Strandkorb entspannen. Allerdings arbeitet er auch gern in der Natur. Foto: Kühling

Baunatal. Der von den Grünen aktuell geforderte Veggie Day - ein Tag in der Woche ohne Fleisch - ist eine Sache, die auch bei Edmund Borschel Parteipolitik und Privates vermischt.

„Ich habe sogar mehrere fleischlose Tage pro Woche“, sagt der 62-jährige Baunataler, der bei der Landtagswahl als Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis Kassel II ins Rennen geht.

Beim Betreten des Gartens vom Reiheneckhaus in Altenritte setzt sich der Eindruck der Verbindung von politischer Überzeugung und Lebensstil fort. Ein Gartenteich, sieben Meter lang und fünf Meter breit, fängt sofort den Blick des Besuchers ein. Am Rand des Biotops sitze er am liebsten, wenn er beispielsweise Arbeiten seiner Schüler korrigiere, sagt Borschel, Lehrer an der Georg-August-Zinn-Schule in Kassel.

„Es gibt nichts Schöneres zu sehen, dass aus dem, was man angelegt hat, etwas wird“, betont der Kandidat beim Rundgang um den gerade erst runderneuerten Teich samt Seerosenblüte.

30 Jahre hat Borschel das „Etwas wachsen lassen“ auch in der Baunataler Kommunalpolitik versucht. Der aktuelle Fraktionschef der Baunataler Grünen im Stadtparlament trat unter anderem vor zwei Jahren bei der Bürgermeisterwahl gegen Manfred Schaub (SPD) und Andreas Mock (CDU) an. Der Grüne kam immerhin auf 7,8 Prozent der Stimmen.

Aus seiner langjährigen politischen Erfahrung heraus geht Borschel mit den eigenen Reihen durchaus auch mal distanziert um. „Viele junge Grüne sind mir zu weich gespült“, sagt der Baunataler. „Wir Alt-68er können eher kritische Dinge sagen.“

Kritisch sieht Borschel den steigenden Flächenverbrauch durch Großunternehmen - beispielsweise auch am VW-Werk in Baunatal. Dafür habe es keine gleichwertigen Ausgleichsmaßnahmen gegeben, sagt er. Auch nähmen Irrfahrten von Lkw-Lenkern in den Orten rund um das Areal des Autobauers zu. Und: Energiepolitik - die sei sein Hauptthema. Energie hat Edmund Borschel ganz besonders beim Sport. Zweimal in der Woche geht der leidenschaftliche Basketballer „mit den Oldies“ auf Korbjagd. Gern würde er wieder als Basketball-Trainer arbeiten, betont der Kandidat. Aber das lasse seine knappe Freizeit einfach nicht zu.

Zurück zum Veggie Day: Vegetarier oder gar Veganer sei er nicht, sagt Borschel. „Wenn wir grillen, dann grillen wir. Danach gibt es aber drei Tage kein Fleisch.“

Von Sven Kühling

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