Im Grünen mittendrin

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Namensgeber: Auf dem Burgberg des Ortsteils Hoof stehen noch die Überbleibsel der Burgruine Schauenburg.

Für die einen ist diese Region ein Wanderparadies. Dort, wo viele Menschen Erholung und Entspannung im Urlaub suchen, sind aber auch rund 11 000 Menschen zuhause.

 Seit dem Jahr 1972 sind die ehemals eigenständigen Orte Breitenbach, Elgershausen, Elmshagen, Hoof und Martinhagen zur Gemeinde Schauenburg zusammengefasst.

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Idyllisch liegen die Ortschaften im Naturpark Habichtswald. Die Stadtmitte des benachbarten Oberzentrums Kassel liegt rund 25 Autominuten entfernt.

Es ist schon eine Art von Luxus, den Schauenburg zu bieten hat. „Die Bürger schätzen es, inmitten einer ländlich geprägten Region zu wohnen, eine hervorragende Infrastruktur direkt vor der Tür und die Annehmlichkeiten der Großstadt um die Ecke zu haben“, sagt Christa Stiefel-Turko, Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Schauenburg. Die Gemeinde gehört zum sogenannten Speckgürtel Kassels und profitiert von der wirtschaftlich positiven Entwicklung der Nachbarstadt. Die Verkehrsanbindung ist hervorragend, Bauplätze sind äußerst gefragt.

Namensgeber für Schauenburg ist die gleichnamige Burgruine, die in rund 500 Metern Höhe westlich des Ortsteils Hoof liegt. Von dort herrschten die Grafen von Schauenburg im Mittelalter. Kern des Ortes ist das Gut des Rittergeschlechts derer von Dalwigk, das Anfang des 14. Jahrhunderts erstmals erwähnt wird. Die Adligen standen als Lehnsleute zeitweise in den Diensten der hessischen Landgrafen in Kassel.

Im 19. Jahrhundert bestand eine andere, besondere Verbindung in die Residenzstadt: Johann Friedrich von Dalwigk gehörte mit seiner Ehefrau Marie dem literarischen Kränzchen der Brüder Grimm an. Marie Dalwigk-Hassenpflug war es auch, die die Märchensammlung der Brüder um rund 50 Märchen ergänzte.

Und noch einem Bürger haben die Grimms einige Märchen zu verdanken: Johann Friedrich Krause, Sohn des Schulmeisters von Breitenbach und Dragonerwachtmeister, steuerte einige Märchen zur Sammlung der berühmten Brüder bei. Allerdings nicht ohne Gegenleistung: Für jedes Märchen verlangte er ein paar abgelegte Beinkleider von Wilhelm Grimm – der jüngere Bruder trug die gleiche Größe wie er.

An die beiden Märchenerzähler erinnert die Märchenwache in Schauenburg–Breitenbach. Jüngeren Datums, aber auch schon historisch zu nennen, ist eine andere Verbindung zwischen Kassel und Schauenburg: Die Strecke der im Jahr 1901 gegründeten Kassel-Naumburger Eisenbahn trug zum wirtschaftlichen Aufschwung Schauenburgs im 20. Jahrhundert bei, der bereits mit der zunehmenden Industrialisierung in Kassel Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzte.

Das Gros der Einwohner Schauenburgs sind Berufspendler, sie arbeiten entweder im VW-Werk Baunatal oder in Kassel. Die Infrastruktur in den fünf Ortsteilen bietet alles, was ein hohes Maß an Lebensqualität ausmacht: Von Grundschulen in Breitenbach, Elgershausen und Hoof über Dorfgemeinschaftshäuser, Gemeindebüchereien und Jugendklubs bis hin zu Sportplätzen.

Was darüber hinaus geht, gibt es in Kassel. So auch die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum. 1100 Jahre alt ist nämlich noch keines der Ortsteile Schauenburgs. (zip)

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